Hilfe & Unterstützung in Deiner Nähe

Hilfe & Unterstützung in Deiner Nähe
Geschrieben von: Kerstin, Sozialpädagogin · zuletzt aktualisiert: 26.11.2020

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Und wie finde ich Hilfen in meiner Nähe?

Hebamme, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung. Es gibt viele entlastende Hilfen für schwangere Frauen und Mütter. Doch wie finde ich heraus, welche Angebote es in meiner Nähe gibt? Und wie kann ich in Kontakt treten?

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Allgemeine Anlaufstellen

Grundsätzlich gibt es immer die Möglichkeit, bei einer Beratungsstelle für Schwangere in Deiner Nähe anzufragen. Meistens gibt es solche kostenlosen Anlaufstellen in Deiner Gemeinde oder dem Landratsamt. Sie sind in der Regel gerade in Deiner Region gut vernetzt und wissen, welche privaten und öffentlichen Hilfsangebote es gibt.

Vielleicht fehlt Dir momentan aber die Zeit, einen Termin zu vereinbaren. Oder Du möchtest erstmal nicht, dass jemand vor Ort von Deiner Schwangerschaft erfährt. Deswegen findest Du hier eine Auswahl an Homepages, über die Du Dich erst einmal unverbindlich und anonym informieren kannst. Wir haben auch Schlagwörter zusammengestellt, die Dir beim Suchen helfen können.

 

Unterstützung in Deiner Nähe

Hier findest Du eine Auswahl an hilfreichen Webseiten, über die Du Angebote in deiner Nähe erreichen kannst.

 

Hebamme gesucht!

Hebammen unterstützen und beraten Schwangere ab Beginn der Schwangerschaft. Sie beantworten Fragen rund um körperliche, aber auch seelische Veränderungen und können den Großteil der Vorsorgeuntersuchungen übernehmen. Sie bieten Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse an. Während der Geburt unterstützen Hebammen die Schwangere und betreuen sie dann im Wochenbett. Sie kommen zu den frisch gebackenen Müttern nach Hause und beantworten alle Fragen.

Eine Hebamme kannst Du über Deinen Arzt oder über andere Mütter finden. Es gibt außerdem verschiedene Online-Plattformen, über die Du eine Hebamme finden kannst.

Auf der Homepage „Ammely“ zum Beispiel kannst Du Deinen Wohnort und den errechneten Geburtstermin eingeben und erhältst eine Liste an Hebammen in Deiner Nähe, die für diesen Zeitraum noch freie Kapazitäten haben. Außerdem erfährst Du dort, welche Leistungen die jeweilige Hebamme anbietet.

 

„Frühe Hilfen“ – von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr

Die „Frühen Hilfen“ sind ein kostenloses Angebot, das sich an schwangere Frauen und an Familien mit Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr richtet, die praktische Hilfe in der Nähe suchen. Die Unterstützung reicht von Erziehungsberatung und Informationen über verschiedene Angebote vor Ort bis hin zur Vermittlung praktischer Unterstützung. Je nach Region oder Stadt gibt es z.B. Familienpaten, Familienhebammen, Beratungsstellen, Eltern-Treffs und Ähnliches. Du kannst auch anrufen mit einer Mitarbeiterin gemeinsam überlegen, welches Angebot für Dich passend sein könnte.

 

„Wellcome" – praktische Unterstützung im ersten Lebensjahr

Das Projekt „wellcome“ bietet an vielen Standorten in Deutschland praktische Unterstützung im ersten Lebensjahr des Kindes an, meist für rund ein bis zwei Tage pro Woche. Ehrenamtliche unterstützen Familien ganz praktisch durch Kinderbetreuung oder Ähnliches im Alltag – für einen geringen finanziellen Beitrag.

 

Kinderbetreuung und Haushaltshilfe

Wenn Du auf der Suche nach guter Kinderbetreuung oder einer Haushaltshilfe bist, kannst Du unter betreut.de Unterstützung finden.

In einigen deutschen Städten ist auch die Organisation „Wir machen das“ ansässig. Diese bieten neben der Haushaltshilfe auch Unterstützung bei der Antragstellung an, soweit ein gesetzlicher Anspruch während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung besteht.

 

Mutter-Kind-Kuren

Wenn Du spürst, dass Du an Deine Belastungsgrenze stößt, körperlich oder psychisch, kann eine Mutter-Kind-Kur Entlastung bieten. Dabei stehst Du als Mutter und Dein Wohlbefinden im Vordergrund. Kinder bis 12 Jahre können mitkommen und werden betreut und unterrichtet.

In der Regel geht eine Kur über drei Wochen und wird von den Krankenkasse finanziert. Falls Du berufstätig bist, wirst Du für diesen Zeitraum freigestellt und bekommst weiterhin Gehalt. Bei dem Müttergenesungswerk findest Du einen Test, ob eine Kur für Dich gerade das Richtige sein könnte. Es ist ratsam, dass Du über das Thema auch mit Deinem Arzt sprichst.

 

Hilfe mit dem Schreibaby

Es ist normal, dass Kinder hin und wieder schreien. Doch es kommt auch vor, dass ein Baby außergewöhnlich viel schreit und Mama und Papa körperlich und psychisch an ihre Grenzen stoßen. Für diese Situationen gibt es in ganz Deutschland Schreiambulanzen. Das Fachpersonal dort kann Dir Tipps geben und weiterhelfen.

 

Schlagworte für weitere Angebote

Neben den deutschlandweiten Anlaufstellen, die oben vorgestellt wurden, gibt es eine Vielzahl von regionalen Hilfsangeboten. Wenn Du Dich selbst direkt auf die Suche nach solcher Unterstützung machen möchtest, können Dir die folgenden Suchworte in Kombination mit Deinem Wohnort vielleicht weiterhelfen:

  • Großelternpaten
  • Familienpaten
  • Nachbarschaftshilfe
  • Mutter-Kind Gruppe
  • Familienzentrum
  • Tagesmütter
  • Mütterpflegerin

 

Schaffe ich das mit Kind?

Vielleicht weißt Du noch gar nicht, ob Du das Kind behalten willst – oder nicht. Womöglich hast Du einfach Angst, dieser Herausforderung nicht gewachsen zu sein. Wie gut, dass Du Dich in dieser Situation auf die Suche nach möglicher Unterstützung machst!

Wenn Du Dir neben der praktischen Unterstützung eine außenstehende Person wünschst, mit der Du Dich über Deine Sorgen austauschen kannst, sind wir Beraterinnen gern für Dich da! Gerne überlegen wir mit Dir zusammen, welche Unterstützung für Dich in Frage kommen könnte und wie es für Dich zu schaffen sein kann!

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