Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen

Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen
zuletzt aktualisiert: 25.09.2020

Begleitete Wohnmöglichkeiten für alleinerziehende Mütter oder Väter

Alleine für ein Kind verantwortlich zu sein bringt so manche Herausforderung mit sich. Wenn Du etwa noch sehr jung bist oder die familiären Umstände schwierig sind, kann das auch zur Überlastung werden.

Um in solchen oder ähnlichen Situationen zu unterstützen, gibt es Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, in denen Alleinerziehende wohnen können und Unterstützung im Alltag erfahren.

 

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Was genau ist eine Mutter/Vater-Kind-Einrichtung?

Das VIII. Sozialgesetzbuch regelt, dass alleinerziehende Eltern, die Unterstützung bei der Pflege und Erziehung ihrer Kinder benötigen, in einer geeigneten Wohnform diese Hilfe erfahren. Auch schwangere Frauen können bereits vor der Geburt in eine solche Einrichtung aufgenommen werden.

Dabei gibt es verschiedene Wohnformen, zum Beispiel

  • Wohngemeinschaften mit mehreren anderen Müttern oder Vätern
  • Eine eigene Wohnung mit regelmäßigen unterstützenden Besuchen

Alle diese Wohn-Modelle werden von erfahrene Mitarbeitern begleitet. Da gibt es etwa Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen und medizinisches Fachpersonal, die den Alleinerziehenden und ihren Kindern im Alltag beistehen.

Die Kosten werden vom Jugendamt getragen.

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Ziele einer Mutter-Kind-Einrichtung

Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen unterstützen dabei, den Alltag und die Herausforderungen als Eltern zu meistern. Konkret werden Mütter/Väter etwa in folgenden Bereichen gefördert:

  • Haushaltsführung
  • Pflege und Sorge für das Kind
  • Aufbau einer stabilen Beziehung zwischen dem Kind und der Mutter/dem Vater
  • Schulische oder berufliche Aus-/Weiterbildung
  • Entwicklung der eigenen Fähigkeiten zur Problemlösung
  • Erarbeitung einer Zukunftsperspektive

Man erlernt in einer solchen Einrichtung also, selbständig einen Haushalt zu führen und gut Sorge für das Kind zu tragen. Zudem soll eine stabile Beziehung zwischen dem Kind und der Mutter/ dem Vater aufgebaut werden.

Die Beratung der anwesenden Experten soll außerdem dabei helfen, die eigenen Fähigkeiten so weiter zu entwickeln, dass Schwierigkeiten selbstständig bewältigt werden können. Dadurch soll eine Zukunftsperspektive erarbeitet werden, in der Du mit Deinen Kind(ern) zusammen den Alltag meistern kannst.

Außerdem gibt es dort die Möglichkeit, dass das Elternteil eine schulische oder auch berufliche Ausbildung anfängt bzw. weiterführt.

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Für wen ist eine Mutter/Vater-Kind-Einrichtung geeignet?

Die Grund-Voraussetzungen dafür, in eine Mutter/Vater-Kind-Einrichtung aufgenommen zu werden:

  • Du sorgst alleine für ein Kind unter 6 Jahren und brauchst Unterstützung bei der Pflege und Erziehung des Kindes.
  • Wenn der andere Elternteil auch das Sorgerecht hat, brauchst Du dessen Einverständnis.

Übrigens: Wenn Du bereits Kinder über sechs Jahren hast, dürfen diese auch mitkommen!

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An wen kann ich mich wenden?

Nun fragst Du Dich vielleicht, wie die weiteren Schritte sind, wenn Du eine Mutter/Vater-Kind Einrichtung für Dich in Betracht ziehst. Oder wo Du weitere Informationen bekommst, um einschätzen zu können, ob Du dort für eine Zeit hin möchtest.

Hierzu kannst Du Dich an das Jugendamt oder den allgemeinen sozialen Dienst in Deiner Stadt oder in Deinem Landkreis wenden. Dort erfährst Du, welche Einrichtungen es bei Dir in der Nähe gibt. Du kannst Dir diese in der Regel auch vorher anschauen, sodass Du für Dich besser entscheiden kannst, ob es in Deiner Situation hilfreich wäre, dort Unterstützung zu suchen.

Falls Du Dir unsicher bist, ob eine Mutter/Vater-Kind Einrichtung für Dich in Frage kommt oder Du weitere Fragen hierzu hast, wende Dich gerne an uns Beraterinnen!

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Wie kann es für Dich weitergehen?

Vielleicht liest Du hier, weil Du ungeplant schwanger bist und Dich zu jung fühlst für diese Aufgabe. Womöglich hast Du auch Bedenken, ob Du Deinem Kind gerecht werden kannst und wünschst Dir Unterstützung bei der Versorgung und Erziehung Deines Kindes. Oder Du musst bei Deinen Eltern ausziehen und bist noch nicht volljährig.

Gerne kannst Du Dich mit dem, was Dich bewegt und Dir Sorgen bereitet, an uns Beraterinnen wenden!

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