Abtreibung bei Behinderung

Abtreibung bei Behinderung

Ein großer Schock

Wenn bei der Pränataldiagnostik eine Behinderung oder schwere Krankheit des Kindes festgestellt wird, wird ein Schwangerschaftsabbruch mit einer medizinischen Indikation der Mutter begründet. Hier gibt es keine zeitliche Begrenzung, d.h. es sind auch so genannte „Spätabtreibungen“ straffrei, die theoretisch bis kurz vor der Geburt stattfinden können.

Druck zur Abtreibung?

Viele Frauen verspüren einen großen Druck, ein behindertes Kind abzutreiben. Die Diagnose, dass das Kind (wahrscheinlich oder womöglich) behindert sein wird, ist in den meisten Fällen ein großer Schock. Meist sieht man in diesen ersten Momenten gar nicht alle Aspekte einer Fehlbildung oder möglichen Behinderung. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, was die festgestellte Krankheit für das tägliche Leben bedeutet. Schwangeren kann es helfen, mit Eltern in Kontakt zu treten, die ein Kind mit der Behinderung haben, welche auch beim Ungeborenen diagnostiziert wurde. Das kann helfen, Ängste zu nehmen.

Wie sicher ist die Diagnose überhaupt?

Für Verwirrung sorgen oft Testergebnisse, in denen von einem erhöhten Risiko z.B. für Down Syndrom oder ähnlichen Erkrankungen die Rede ist. Ein erhöhtes Risiko bezieht sich dabei dann aber lediglich auf einen ermittelten Gesamtdurchschnitt einer sehr großen Anzahl von Proben. Individuelle Besonderheiten bleiben unberücksichtigt. Das bedeutet konkret: Es kann sein, dass das Baby trotz auffäligen Befunds rundum gesund ist. Aufgrund der individuellen Fehlerquote eines jeden Tests ist es andersherum nie ausgeschlossen, dass ein Kind mit Behinderung zur Welt kommt, ohne dass die Eltern dies vorher wussten. 

Beratung hilft

Deshalb ist es ratsam, sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft Gedanken darüber zu machen, was eine solche Diagnose bei Ihnen auslösen würde. Möchten Sie zu diesem Thema Beratung? Sind Sie aufgrund eines auffälligen Befundes in Sorge? Nehmen Sie gerne Kontakt mit Pro Femina auf!