Elterngeld

Das Elterngeld soll es Eltern ermöglichen, nach der Geburt ihres Kindes mit der Berufstätigkeit auszusetzen und zu Hause zu bleiben. Daher wird für 12 Monate Elterngeld als Lohnersatz an denjenigen Elternteil gezahlt, der zu Hause bleibt bzw. weniger als 30 Stunden in der Woche arbeitet. Dabei ist es für die Bewilligung unerheblich, ob dieser vor der Geburt des Kindes tatsächlich berufstätig war.

Die Höhe ist von dem bisherigen Einkommen des betreffenden Elternteils abhängig, der für die Betreuung und Erziehung ganz oder teilweise zu Hause bleibt und das Elterngeld beantragt.

  1. Grundsätzlich beträgt das Elterngeld 67% des wegfallenden Nettoeinkommens, maximal jedoch 1.800 Euro monatlich.
  2. Bei einem wegfallenden Einkommen von weniger als 1.000 Euro monatlich erhöht sich das Elterngeld auf bis zu 100%. (Je 2 Euro weniger lassen den Anteil um 0,1% wachsen, d.h. bei einem bisherigen Einkommen von 340 Euro monatlich oder weniger bekommt derjenige ganze 100% Lohnersatz bzw. den Mindestsatz von 300 Euro.)
  3. War die Mutter bzw. der Vater nicht erwerbstätig (also arbeitslos, Student, Hausfrau etc.), gibt es den Mindestsatz von 300 Euro monatlich.
  4. Bleibt die Mutter bzw. der Vater nicht ganz zu Hause, sondern arbeitet maximal 30 Stunden die Woche, gibt es ein Teilelterngeld. Für dieses ist die Berechnungsgrundlage die Differenz zwischen dem bisherigen Einkommen und dem jetzigen Teilzeiteinkommen. Das Elterngeld beträgt nun 67% dieses wegfallenden Unterschiedsbetrages. Beträgt das Teilzeiteinkommen jedoch mehr als 2.700 Euro, gibt es lediglich den Mindestsatz von 300 Euro.
  5. Bei einer Familie mit weiteren Kindern unter einer bestimmten Altersgrenze (ein Kind unter drei Jahren oder zwei Kinder unter sechs Jahren) gibt es einen Geschwisterbonus von 10% Erhöhung, mindestens aber 75 Euro mehr.
  6. Bei Mehrlingsgeburten wird das Elterngeld um 300 Euro pro weiteres Kind erhöht.
  7. Wenn beide Eltern im ersten Jahr die Elternzeit in Anspruch nehmen (das heißt, der andere Partner setzt ebenfalls zwei Monate mit der Berufstätigkeit aus), dann erhöht sich die Dauer der Auszahlung des Elterngeldes um zwei Monate.
  8. Alleinerziehende können diese zwei Partnermonate selbst beanspruchen, sofern sie vorher berufstätig waren.
  9. Das Elterngeld kann auch auf zwei Jahre gestreckt werden, d.h. es gibt jeden Monat nur die Hälfte.
  10. Bekommt eine Mutter nach der Geburt Mutterschaftsgeld, wird für diese Zeit kein Elterngeld ausgezahlt. Die Bezugsdauer des Elterngelds verkürzt sich dadurch um zwei Monate.

Für die genaue Berechnung des Ihnen zustehenden Elterngeldes wenden Sie sich an die für Sie zuständige Agentur für Arbeit!

Das könnte Sie auch interessieren: Mutterschaftsgeld | Kindergeld | Unterhalt für die Mutter

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

Besuchen Sie unser Forum. Dort können Sie sich mit anderen Frauen austauschen, die sich mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzen und können fragen, wie sie diese Situation bewältigt haben.