Unterhaltsvorschuss für das Kind durch das Jugendamt

Unterhaltsvorschuss für das Kind durch das Jugendamt

Wenn der Vater des Kindes nicht regelmäßig, nur teilweise oder gar keinen Unterhalt zahlt, dann besteht die Möglichkeit, beim Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss zu beantragen. Durch diese Hilfeleistung soll der Unterhalt des Kindes gesichert werden, damit die Mutter nicht bangen muss, ob der Kindesvater in diesem Monat pünktlich, verspätet oder überhaupt nicht zahlt. Der Unterhaltsvorschuss soll die Bedingungen von Alleinerziehenden erleichtern.

Voraussetzung ist, dass die Mutter bereit ist, über den Vater des Kindes Auskunft zu geben und an der Feststellung der Vaterschaft oder des Aufenthaltsortes mitzuwirken. Wenn die Mutter mit dem Vater des Kindes zusammenlebt, hat sie keinen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Sofern der Vater zwar in der Lage ist, ganz oder teilweise Unterhalt zu zahlen, es aber nicht will, wird der Staat den Unterhaltsvorschuss von ihm zurückfordern (und notfalls einklagen). Die Zahlungspflicht des Vaters, der seiner Unterhaltspflicht nicht persönlich nachkommt, weil er nicht mit dem Kind im selben Haushalt lebt, bleibt also bestehen.

Dieser Unterhaltsvorschuss wird maximal sechs Jahre lang und höchstens bis zum zwölften Lebensjahr des Kindes gezahlt. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil ist dabei nicht notwendig. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses beträgt für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 145 Euro pro Monat und für Kinder von 6 bis 11 Jahren 194 Euro pro Monat. Der Unterhaltsvorschuss ist beim zuständigen Jugendamt zu beantragen.