PND: Ist mein Kind gesund?

PND: Ist mein Kind gesund?

Süß, gesund und munter – so wünscht sich jede Mutter ihr Baby!

Vor der Entscheidung über eine pränataldiagnostische Untersuchung lohnt es sich, sich diese Fragen zu stellen:

Wie wichtig ist es mir, eine mögliche Behinderung des Kindes vorgeburtlich feststellen zu lassen? Möchte ich das Untersuchungsrisiko eingehen, auch wenn man meinem Kind während der Schwangerschaft noch nicht helfen kann? Kann mich die Untersuchung beruhigen oder wird mich die bange Ungewissheit bis zum Ergebnis zu sehr belasten? Und wenn mein Kind krank ist – würde ich den Weg einer Abtreibung gehen?

PND ja oder nein? Was ist das eigentlich und was bringt das?

Zur sogenannten Pränataldiagnostik (PND) zählen grundsätzlich alle vorgeburtlichen Untersuchungen. Man unterscheidet dabei zwischen Routineuntersuchungen und speziellen Untersuchungen. In vielen Fällen gelingt es, mit den speziellen Untersuchungen bestimmte Erkrankungen oder Behinderungen des noch ungeborenen Kindes festzustellen oder auszuschließen. Sind die Befunde unverdächtig, können die Mutter bzw. Eltern des Babys über dessen Gesundheit beruhigt sein. 95 bis 97 Prozent aller Kinder kommen gesund zur Welt.

In den letzten Jahren ist das Angebot der Sonderleistungen in der PND sehr gewachsen. Viele Mütter sind daher verunsichert und haben den Eindruck: „Wenn ich alle diese möglichen Untersuchungen machen lasse, dann bin ich eine gute Schwangere. Dann bekomme ich ein gesundes Kind.“

Das ist jedoch ein Irrtum. Keine der vorgeburtlichen Untersuchungen kann ein „gesundes Kind“ garantieren. Nur ein Viertel der möglichen Störungen können überhaupt vor der Geburt erkannt werden. Auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft, unter der Geburt oder auch in der Zeit danach kann eine Erkrankung oder Schädigung des Kindes durch unterschiedliche Ereignisse oder Faktoren nie ausgeschlossen werden.

Außerdem sind gerade die invasiven Untersuchungen nicht ungefährlich für das Kind. Gleichzeitig sind Fehler in der Beurteilung nicht absolut ausgeschlossen. Viele Frauen verzichten daher auf diese riskanten Untersuchungen, um ihr Baby zu schützen. Der Arzt hat zwar ab einem gewissen Risiko auf die Möglichkeiten der PND hinzuweisen. Manche Ärzte raten jedoch bereits sehr früh zur Abtreibung, noch bevor überhaupt eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Die Schwangere ist jedoch niemals verpflichtet, eine solche Untersuchung durchführen zu lassen.

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

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