Pränataldiagnostik (PND)

Pränataldiagnostik (PND): Methoden & Risiken

Pränataldiagnostik (PND): Methoden & Risiken
zuletzt aktualisiert: 04.01.2021

Verschiedene Methoden der Pränatal-Diagnostik 

Grundsätzlich werden zwei Kategorien an Untersuchungsmethoden unterschieden:

1. Nicht-invasive Untersuchungen, die außerhalb des Körpers der Frau stattfinden
2. Invasive Untersuchungen, die mit einem Eingriff in den Körper der Frau verbunden sind 

 

1. Untersuchungen ohne Eingriff in den Körper

Mit den nicht-invasiven Untersuchungen, die außerhalb des Körpers der Frau stattfinden, sind keine gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verbunden. Im Hinblick auf genetisch bedingte Krankheiten oder Behinderungen können sie jedoch lediglich zur Risikoabschätzung dienen – sie liefern also in der Regel kein sicheres Ergebnis, ob einer Erkrankung oder Behinderung vorliegt, oder nicht.

Zu den nicht invasiven PND-Untersuchungen zählen folgende: 

Das Erst-Trimester-Screening, der Triple-Test und der Feinultraschall sind Zusatzleistungen zur normalen Vorsorge laut Mutterschaftsrichtlinien. Sie geben aber alle lediglich Hinweise („Risikoabschätzung“) auf eine mögliche Chromosomenstörung. Sie sollen helfen, die Entscheidung für oder gegen eine Chorionzottenbiopsie (ab der 11. SSW) oder einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese, ab der 16. SSW) zu treffen.

 

2. Untersuchungen mit Eingriff in den Körper

Wurde ein erhöhtes Risiko für eine genetische Krankheit oder eine Behinderung festgestellt, können diese durch invasive Methoden bestätigt oder ausgeschlossen werden. Sie sind mit einem Eingriff in den Körper der Frau verbunden, z.B. mit der Einführung einer Nadel durch die Bauchdecke. Das bringt auch gewissen Risiken für Mutter und Kind mit sich.

Zu den invasiven PND-Untersuchungen zählt man:

Diese Untersuchungen gehören nicht zur normalen Vorsorge, sind also freiwillig. Prinzipiell werden solche Untersuchungen erst ab einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 380 empfohlen.

ℹ️ Auch wenn der Arzt einen Eingriff zur Pränataldiagnostik empfiehlt, bist Du als schwangere Frau nicht dazu verpflichtet, eine solche Untersuchung durchführen zu lassen. Manche Ärzte haben Sorge, dass sie womöglich für die nicht entdeckte Behinderung eines Kindes verantwortlich gemacht werden. Es ist in jedem Fall ratsam, das  Risiko einer invasiven Untersuchung gut abzuwägen – vor allem, wenn eine mögliche Diagnose an Deiner Entscheidung für das Kind nichts ändern würde.

 

Fragen oder Sorgen?

Vielleicht bist Du momentan aufgewühlt und verunsichert, weil Du vermutest, das Kind könnte eine Erkrankung haben; oder weil die Schwangerschaft aus einem anderen Grund Schwierigkeiten mit sich bringt.

Gerne kannst Du Dich damit und mit allen anderen Sorgen und Gedanken rund ums Thema Schwangerschaft an uns Beraterinnen wenden:

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