Pränataldiagnostik (PND)

Pränataldiagnostik (PND): Methoden und Risiken

Grundsätzlich werden zwei Kategorien an Untersuchungsmethoden unterschieden: 1. Nicht-invasive Untersuchungen, die außerhalb des Körpers der Frau stattfinden, und 2. invasive Untersuchungen, die mit einem Eingriff in den Körper der Frau verbunden sind. 

1. Untersuchungen ohne Eingriff in den Körper

Mit den nicht-invasiven Untersuchungen, die außerhalb des Körpers der Frau stattfinden, sind keine gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verbunden. Im Hinblick auf genetisch bedingte Krankheiten oder Behinderungen können sie lediglich zur „Risikoabschätzung“ dienen. Dazu zählen:

Das Erst-Trimester-Screening, der Triple-Test und der Feinultraschall sind Zusatzleistungen zur normalen Vorsorge laut Mutterschaftsrichtlinien. Sie geben aber alle lediglich Hinweise („Risikoabschätzung“) auf eine mögliche Chromosomenstörung. Sie sollen helfen, die Entscheidung für oder gegen eine Chorionzottenbiopsie (ab der 11. SSW) oder einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese, ab der 16. SSW) zu treffen.

2. Untersuchungen mit Eingriff in den Körper

Wurde ein erhöhtes Risiko für eine genetische Krankheit oder eine Behinderung festgestellt, können diese durch invasive Methoden bestätigt oder ausgeschlossen werden. Sie sind mit einem Eingriff in den Körper der Frau verbunden, z.B. mit der Einführung einer Nadel durch die Bauchdecke. Das bringt auch gewissen Risiken für Mutter und Kind mit sich. Dazu zählen:

Diese Untersuchungen gehören nicht zur normalen Vorsorge, sind also freiwillig. Prinzipiell werden solche Untersuchungen erst ab einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 380 empfohlen.

Auch wenn der Arzt einen Eingriff zur Pränataldiagnostik empfiehlt, ist die Schwangere nicht verpflichtet, eine solche Untersuchung durchführen zu lassen. Manche Ärzte haben Sorge, dass sie womöglich für die nicht entdeckte Behinderung eines Kindes verantwortlich gemacht werden. Falls die Schwangere eine Abtreibung jedoch von vorne herein ausschließt, sollte sie sich das Risiko einer invasiven Untersuchung gut überlegen.