Chorionzottenbiopsie

Chorionzottenbiopsie

Bei der Chorionzottenbiopsie wird aus dem kindlichen Teil der Plazenta, dem Chorion, eine Gewebeprobe zur genetischen Untersuchung des ungeborenen Kindes gewonnen. Der beste Zeitraum dafür ist zwischen der 12. und 14. SSW.

Der Arzt sticht mit einer dünnen Nadel unter Ultraschall-Sicht durch die Bauchdecke in die Gebärmutter. Er entnimmt so aus der Plazenta winzige Mengen von Zotten. Bei dieser Untersuchung werden die Chromosomen gezählt und auf Strukturauffälligkeiten untersucht. Damit kann der Arzt mit hoher Sicherheit Chromosomenstörungen wie zum Beispiel Trisomie 21 oder andere genetisch bedingte Krankheiten erkennen.

Das Ergebnis liegt nach 7 bis 10 Tagen vor. Fehldiagnosen sind zwar selten, aber nicht ausgeschlossen, weil sich mütterliches und kindliches Gewebe vermischen können (sog. „Mosaikbefund“).

Durch den Eingriff provozierte Komplikationen wie Blutungen, Fruchtwasserabgang oder eine Infektion sind möglich. Das Risiko einer Fehlgeburt beträgt 0,5 bis 2 Prozent. (Das entspricht 5 bis 20 Babys bei 1000 Anwendungen der Chorionzottenbiopsie.)