Selbst kündigen in der Schwangerschaft

Selbst kündigen in der Schwangerschaft

Eine Schwangere kann ohne weiteres von sich aus kündigen, denn das Kündigungsverbot für Schwangere gilt nur für die Seite des Arbeitgebers. Wenn die Schwangere z.B. aufgrund eines Umzuges nicht mehr für ihren Arbeitgeber arbeiten möchte, hat sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie kündigt und ist in diesem Fall auch nicht an die normalen Kündigungsfristen gebunden, die laut geltenden Tarif- oder Arbeitsverträgen für sie bestehen.
  2. Sie kann einen Aufhebungsvertrag schließen. In diesem Fall endet der Mutterschutz mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Wird der Abschluss des Aufhebungsvertrags durch arglistige Täuschung oder widerrechtliche Drohung herbeigeführt, so kann die Schwangere ihn anfechten.

Vorsicht: Falls die Schwangere von sich aus das Arbeitsverhältnis beendet, stehen ihr später gegenüber dem Arbeitgeber keine Ansprüche (z.B. Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld etc.) mehr zu.

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

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