Erzeuger will Vaterschaft nicht anerkennen – was tun?

Erzeuger will Vaterschaft nicht anerkennen – was tun?

Falls der biologische Vater des Kindes die Vaterschaft nicht anerkennen will, muss sie gerichtlich festgestellt werden. Die Mutter kann in diesem Fall vor dem zuständigen Familiengericht im Namen des Kindes Klage auf Vaterschaftsfeststellung erheben. Bei Bedarf kann sie auf eigene Kosten einen Anwalt bevollmächtigen. Im Zuge der Vaterschaftsfeststellung wird die Vaterschaft zumeist mithilfe eines serologischen Gutachtens (Vaterschaftstest durch Untersuchung bestimmter Blutbestandteile) oder aber mithilfe einer DNA-Analyse festgestellt. Ein „heimlicher“ Vaterschaftstest ist als Beweismittel nicht zulässig.

Ist das Kind noch minderjährig, kann sich die Mutter des Kindes für die Vaterschaftsklage an das zuständige Jugendamt wenden. Dort wird ihr im Rahmen der Beistandschaft ein Beistand zugeteilt, der sie bei der Vaterschaftsfeststellung unterstützt. Dieser Beistand setzt sich meist zeitnah mit dem biologischen Vater des Kindes in Verbindung, nachdem die Mutter den Namen des Vaters mitgeteilt hat. Ist der Aufenthalt des Vaters nicht bekannt, wird der Beistand zunächst den Aufenthaltsort desselben ermitteln. Macht der biologische Vater deutlich, dass er auch auf Anfrage des Jugendamtes die Vaterschaft nicht freiwillig anerkennen wird, wird der Beistand selbst vor dem zuständigen Familiengericht im Namen des Kindes Klage auf Vaterschaftsfeststellung erheben. In diesem gerichtlichen Verfahren wird das Kind dann von ihm vertreten.

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