Rechte gegenüber dem Kindsvater

Muss ich den Vater meines Kindes angeben?

Jedes Kind hat grundsätzlich das Recht, seine eigene Abstammung zu kennen.

Darüber hinaus können nur mit einer verbindlich geregelten Vaterschaft

  1. Unterhaltsansprüche für Mutter und Kind,
  2. Erb-/ Renten-/ Krankenversicherungsansprüche sowie
  3. Umgangsrechte

geltend gemacht werden.

Wenn die Mutter den Namen des biologischen Vaters nicht bekannt geben möchte, kann sie dazu nicht gezwungen werden. Es gibt keine rechtliche Verpflichtung zu dessen Bekanntgabe. Allerdings hat die Mutter dann auch kein Recht auf Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Dafür ist es nämlich erforderlich, dass die Mutter bereit ist, bei der Vaterschaftsfeststellung mitzuwirken.

Begründung: Beim Unterhaltsvorschuss handelt es sich um öffentliche Gelder, die das Jugendamt langfristig vom Erzeuger des Kindes zurückfordert. Gibt die Mutter bei der Antragstellung also an, dass sie nicht wisse, wer der Erzeuger des Kindes ist, obwohl sie es eigentlich weiß, dann macht sie sich strafbar. Diese Falschaussage kann dazu führen, dass die Mutter keinen Unterhaltsvorschuss erhält bzw. das bereits erhaltene Geld vollständig zurückzahlen muss.