Schwanger unter 18: Sorgerecht

Schwanger unter 18: Sorgerecht

Das (volle) Sorgerecht mit Personen- und Vermögenssorge für das eigene Kind können Eltern nur bekommen, wenn sie selbst volljährig sind.

Sind beide Elternteile des Kindes minderjährig oder ist die alleinerziehende Mutter noch minderjährig, übernimmt das Jugendamt automatisch die amtliche Vormundschaft für das Kind und bestellt einen amtlichen Vormund. („Alleinerziehende Mutter“ heißt hier, dass der Vater des Kindes kein Sorgerecht hat und aus diesem Grund ein Vormund notwendig ist, der mit der minderjährigen Mutter das Sorgerecht übernimmt.) Diese Vormundschaft kann auch von einem volljährigen Mitglied der Familie übernommen werden, dafür muss ein Antrag beim Familiengericht gestellt werden.

Ein Teil des Sorgerechts, nämlich die Personensorge, bleibt dennoch bei der Mutter. Das heißt, die Mutter kann weiterhin in allen Fragen des Alltags bestimmen: Wie sie ihr Kind erziehen möchte oder mit wem es sich aufhalten darf. Der Amtsvormund hingegen übernimmt Formalitäten wie die Klärung der Vaterschaft und die Klärung von Unterhalts- und Erbansprüchen. Wenn die Mutter volljährig wird, geht das vollständige Sorgerecht automatisch auf sie über. Die Amtsvormundschaft erlischt in diesem Augenblick.

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

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