Abtreibung bei Behinderung

Abtreibung bei Behinderung
zuletzt aktualisiert: 02.10.2020

Gesetzliche Regelung für eine Spätabtreibung

Darf man nach deutschem Gesetz einen Spätabbruch durchführen, weil das Kind behindert ist? Gelten die gleichen gesetzlichen Regelungen wie normal, wenn das Kind etwa Trisomie 21 (Down-Syndrom) hat – oder ist in diesem Fall eine Abtreibung länger möglich?

 

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Was ist eine Spätabtreibung?

Als Spätabtreibung wird in der Regel ein Schwangerschaftsabbruch bezeichnet, der nach der eigentlich zulässigen Frist für eine Abtreibung durchgeführt wird. Nähere Informationen zum Ablauf und den Methoden findest Du im Artikel Spätabtreibung.

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Gesetzliche Regelungen zur Spätabtreibung in Deutschland

Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass ein Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsreglung bis zur 12. Woche nach der Befruchtung straffrei bleibt. Ausnahmen für straffreie Abtreibungen, die nicht der Beratungsregelung folgen, regelt das deutsche Gesetz durch den Paragraphen 218 a Abs. 2 StGB.

Demnach gibt es Gründe, die einen Spätabbruch nach der 12. Schwangerschaftswoche per Gesetz in Deutschland rechtfertigen können. Dafür muss eine von zwei Indikationen vorliegen und ärztlich dokumentiert sein:

  1. medizinische Indikation
  2. kriminologische Indikation

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Ist eine späte Abtreibung wegen Behinderung möglich?

Nach deutschem Gesetz ist eine Spätabtreibung also in manchen Ausnahmefällen erlaubt – unter anderem aus medizinischen Gründen. Der Fokus liegt dabei jedoch nicht auf der Gesundheit bzw. gesundheitlichen Einschränkungen des Kindes, die durch Erkrankungen wie etwa Trisomie 21 verursacht sein können. Allein eine potenzielle Gesundheitsgefährdung der schwangeren Frau ist dabei maßgeblich.

Somit gilt eine Behinderung des Kindes in Deutschland nicht als Indikation für eine Spätabtreibung – in der Realität kommt es aber doch zu Spätabtreibungen, die de facto eine unmittelbare Folge der Behinderung des Ungeborenen sind.

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Schwanger und das Kind ist behindert

Wenn im Verlauf der Schwangerschaft eine Behinderung festgestellt wird, kann das den werdenden Eltern den Boden unter den Füßen wegreißen. So viele Träume und Pläne geraten ins Wanken und die Situation kann zur enormen Belastung werden.

Vielleicht liest Du diesen Artikel, weil Du genau diese aufreibende Situation gerade durchlebst. Womöglich hast Du selbst erst kürzlich eine erschütternde Diagnose oder Vermutung vom Arzt erhalten?

Vielen Frauen hilft es in einer solchen Situation, die beinahe unaussprechlichen Gedanken und Gefühle mit einer außenstehenden, erfahrenen Person zu teilen, die nicht persönlich involviert ist. Sehr gerne sind wir Beraterinnen, wenn Du das möchtest, in dieser Zeit an Deiner Seite, um gemeinsam mit Dir die Situation auszuhalten – und Schritt für Schritt zu überlegen, wie es vielleicht weitergehen könnte. Melde Dich gerne bei uns!

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Folgende Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hast du
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