Rauchen, Alkohol & Drogen in der Schwangerschaft

Rauchen, Alkohol & Drogen in der Schwangerschaft
zuletzt aktualisiert: 13.10.2020

Tox-Test: Ist das Kind gesund?

"Was, wenn ich ungeplant schwanger wurde und in dieser Zeit schon geraucht und getrunken habe? Habe ich dem Kind geschadet? Kann ich trotz Schwangerschaft noch ein Glas Wein trinken oder eine Zigarette rauchen? Und haben die Medikamente, die ich eingenommen habe, Auswirkungen auf das Kind?“

Im kostenlosen Tox-Test bekommst Du Antworten auf Deine Fragen und eine erste Einschätzung, ob Dein Konsum Folgeschäden für das Kind haben könnte.

 

Themenübersicht

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Teste Dich: Hat mein Konsum dem Kind geschadet?

Hier kannst Du Deinen Konsum beschreiben und bekommst eine kostenfreie, ausführliche Auswertung einer Expertin aus unserem Beratungsteam. Darin erfährst Du, ob und inwiefern sich Dein Konsum innerhalb der Schwangerschaft auswirken kann.

Der Test dauert etwa 3 Minuten!

* Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung dürfen wir bedauerlicherweise keine Frauen unter 16 Jahren ohne ausdrückliches Einverständnis der Eltern beraten.
Ich weiß, in welcher Schwangerschaftswoche ich bin.
Ich habe in meiner Schwangerschaft Alkohol getrunken.
Ich habe...
Ich habe folgendes Getränk getrunken.
Ich habe noch andere alkoholische Getränke konsumiert.
Ich habe in den vergangenen Wochen ... Alkohol getrunken.
Ich habe in meiner Schwangerschaft geraucht.
Ich...
Ich habe in meiner Schwangerschaft Medikamente genommen.
Ich bin während meiner Schwangerschaft mit Drogen in Berührung gekommen
Ich habe in meiner Schwangerschaft folgende Substanzen genommen:
Ich bin in Berührung gekommen mit...
Ich bin in Berührung gekommen mit...
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Entwarnung: Das Alles-oder-Nichts-Prinzip in den ersten Wochen

Das sogenannte Alles-oder-Nichts-Prinzip gilt in den ersten 14 Tagen nach der Befruchtung – das sind nach ärztlicher Berechnung die ersten vier Schwangerschaftswochen. Es besagt, dass Du Dir, wenn Du während der ersten 14 Tage der Schwangerschaft geraucht und Alkohol getrunken hast, keine Sorgen machen musst, dass Dein Kind deswegen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur Welt kommt!

Wieso? In den ersten fünf bis sieben Tagen einer Schwangerschaft erhält der Embryo noch keine Nährstoffe über das Blut der Mutter, weil sich die Eizelle noch nicht in die Gebärmutter eingenistet hat. In diesem Zeitraum kann es auch sein, dass sich die befruchtete Eizelle aus verschiedenen Gründen nicht weiter teilt und – eventuell verbunden mit einer leichten Blutung – abgeht.

Ist im frühen Stadium eine Zelle geschädigt, kann sie meistens repariert oder durch eine andere Zelle ersetzt werden. Gelingt das nicht, stirbt die Frucht ab. Deshalb spricht man hier vom Alles-oder-Nichts-Prinzip.
 

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Genussmittelkonsum im weiteren Verlauf der Frühschwangerschaft

Sobald eine Schwangerschaft vermutet oder bekannt wird, sollte eine Frau schädliche Stoffe meiden.

Doch auch, wenn Du nach der Zwei-Wochen-Frist, während der das Alles-oder-Nichts-Prinzip gilt, geraucht, Medikamente genommen oder Alkohol getrunken hast, muss das noch kein Grund zur Verzweiflung sein! Einen Automatismus, der besagen würde, Genussmittel-/Arzneien-Konsum nach der Einnistung führe mit Sicherheit zu einer Schädigung des Kindes, gibt es nicht.

Immer wieder kommt es etwa vor, dass eine Frau über Monate hinweg unbemerkt schwanger ist. Auch diese Frauen bringen oftmals rundum gesunde Kinder zur Welt, obwohl sie in der Zeit der unbemerkten Schwangerschaft etwa Nikotin und Alkohol konsumiert haben. Grundsätzlich kann man sagen, dass große Mengen an Alkohol, die beispielsweise an einem Wochenende zu sich genommen wurden, deutlich schädigender sein können, als beispielsweise ein Bier, dass noch unwissentlich getrunken wurde. In jedem Fall empfiehlt es sich, bei Unsicherheiten in Bezug auf Genussmittel/Arzneien-Konsum in der eigenen Schwangerschaft das Thema beim Frauenarzt offen anzusprechen.

Für eine Einschätzung zu Deinem Konsum kannst Du Dich auch an das Zentrum für Embryonaltoxologie wenden, kurz Embryotox. Dieses Institut der Charité in Berlin bietet Beratung und Informationen zu Fragen rund um Arzneimittel und auch Genussmittel-Konsum in Schwangerschaft und Stillzeit an. Hier gehts zur Homepage von Embryotox.

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Rauchen in der Schwangerschaft 

Wenn Du regelmäßig Zigaretten rauchst, fällt es Dir vielleicht schwer, "einfach so" damit aufzuhören… Einigen Frauen vergeht durch die Hormonumstellung und schwangerschaftsbedingte Übelkeit ohnehin die Lust aufs Rauchen. Doch was passiert mit dem Kind, wenn die Mutter weiterhin raucht? 

Gerade in den ersten Tagen der Schwangerschaft muss sich die Mutter weniger Sorgen machen. Denn zu Beginn der Schwangerschaft, wenn die Mutter meist noch nichts davon weiß, gilt das oben beschriebene Alles-oder-Nichts-Prinzip.

Doch: Rauchen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann dem Embryo Schaden zufügen. Wenn die Mutter raucht, erreichen die Schadstoffe der Zigarette auch das Kind. Es kann sich nicht dafür oder dagegen entscheiden – sondern raucht mit. Fehlgeburten oder Frühgeburten sind möglich – und das Kind kann bei der Geburt deutlich kleiner, leichter und schwächer sein.

Deswegen ist es ratsam, dass Du auf jeden Fall versuchst, das Rauchen aufzugeben; am besten komplett. Klar ist aber auch: Die Dosis spielt eine Rolle. Ob eine Frau 20 Zigaretten pro Tag raucht oder bloß eine, macht einen Unterschied.

Falls Du gerne mit dem Rauchen aufhören würdest, aber nicht weißt wie, oder wenn Du noch genauere Informationen darüber möchtest, weshalb es sinnvoll ist, das Rauchen in der Schwangerschaft aufzugeben, kann Dir folgende Broschüre des BZgA weiterhelfen:  Rauchfrei in der Schwangerschaft.

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Alkohol in der Schwangerschaft

Wie für das Rauchen gilt auch für den Alkohol: Der Konsum im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann dem Kind schaden.

Wieso ist Alkohol schädlich für das Kind?

Mutter und Kind haben denselben Blutkreislauf. Wenn die Mutter also alkoholische Getränke konsumiert, hat das Kind oft auch denselben Alkoholspiegel. Jedoch baut der embryonale Organismus Alkohol langsamer ab als ein ausgewachsener Mensch. Dadurch ist der Alkoholspiegel beim Embryo länger erhöht und die schädliche Wirkung des Alkohols hält entsprechend länger an.

Weil das Kind über die ganze Schwangerschaft hinweg wächst, sich neue Zellen und Organe bilden, ist die Versorgung mit Nährstoffen besonders wichtig. Stoffe wie Alkohol können das Wachstum behindern. Die Folge von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft können körperliche, neuronale und psychische Fehlentwicklungen und Entwicklungsstörungen sein.
 

Wie soll ich mit Alkohol in der Schwangerschaft umgehen?

Es empfiehlt sich, während der Schwangerschaft am besten ganz auf Alkohol zu verzichten. 

Wenn Du aber doch etwa ein Bier oder einen Sekt getrunken hast, muss das noch kein Grund zur Beunruhigung sein – gerade in den ersten Tagen der Schwangerschaft.  Denn zu Beginn der Schwangerschaft gibt es die sogenannte Alles-oder-Nichts-Regel.

Außerdem ist die Dosis relevant und entscheidet über die Gefahr. Das heißt aber nicht, dass es eine bestimmte Promille-Grenze gäbe, die für schwangere Frauen gelten würde. Denn es ist davon auszugehen, dass auch bei kleineren Mengen Alkohol ein Schaden für das Kind nicht ausgeschlossen werden kann, es ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher als bei einer sehr großen Alkoholmenge.  

Wenn Du herausfinden möchtest, ob Dein Konsum dem Kind geschadet hat, mach den Tox-Test!

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Drogen in der Schwangerschaft

Allgemein gilt: Während der Schwangerschaft sollte man komplett auf Drogen verzichten, um das Kind zu schützen!

Wenn Du nun schon Drogen konsumiert hast, kann Dir vielleicht das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ eine erste Entlastung sein, das auch. Aber auch wenn Du in der Zeit nach der 4. Woche Drogen zu Dir genommen hast, kannst Du erst einmal noch durchatmen. Bei sämtlichen Drogen ist bisher kein Fehlbildungsrisiko im engeren Sinne bekannt. 

Jedoch kann regelmäßiger Drogenkonsum dazu führen, dass der Mutterkuchen nicht ausreichend durchblutet wird und es kann daraufhin zu Fehl - oder Frühgeburten kommen. Auch ist es möglich, dass dein Kind in Folge des fortwährenden Konsums ein geringeres Geburtsgewicht hat.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass allermeist keine Komplikationen auftreten, wenn die Substanzen mit Bekanntwerden der Schwangerschaft nicht mehr konsumiert werden.
 

Drogenabhängig und schwanger: Es gibt Hoffnung!

Wenn Du regelmäßigen Kontakt mit Drogen hast, fragst Du Dich nun wahrscheinlich, wie das mit der Schwangerschaft gehen soll. Gut möglich, dass Du Angst hast, dem Kind zu schaden – aber nicht weißt, wie Du mit den Drogen aufhören sollst.

Zunächst einmal: Es ist mutig und zeugt von Deinem Verantwortungsbewusstsein, dass Du Dich nun mit diesem Thema beschäftigst und auf der Suche nach Unterstützung bist! Das kann der erste, große Schritt in Richtung einer Verbesserung der Gesamt-Situation sein.

Es ist als nächster Schritt ratsam, dass Du diesbezüglich offen mit Deinem Arzt sprichst. Denn er kann entscheiden, welche Stoffe sofort abgesetzt werden sollen, welche durch andere ersetzt oder welche gar kontrolliert weiter genommen werden sollten. Dabei wird genau abgewogen, was für Dich machbar und möglich ist und was Dir und dem Kind so wenig wie möglich schadet. Durch eine gute ärztliche Begleitung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die gesundheitlichen Risiken für das Kind geringer zu machen.

Wenn Du das möchtest, sind wir Beraterinnen in dieser besonderen Situation gerne an Deiner Seite! Behutsam können wir gemeinsam versuchen, einen Weg zu erarbeiten, wie es wirklich gut weitergehen kann für Dich. Womöglich zeigt sich nach und nach sogar eine Chance in dieser Situation? Eine Möglichkeit, wie Du Dich den Herausforderungen der Situation stellen und sogar gestärkt daraus hervorgehen kannst.

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Was wir für Dich tun können...

Es kann gut sein, dass Dich gerade ganz verschiedene Gedanken und Emotionen bewegen. Vielleicht weißt Du noch gar nicht, wie es nun mit der Schwangerschaft weitergehen soll... Gerne sind wir Beraterinnen in dieser besonderen Zeit für Dich da – mit einen offenen Ohr, Informationen oder einfach als außenstehende, erfahrene Gesprächspartnerin.

So kannst Du Kontakt zu uns aufnehmen:

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