Spätabtreibung: Wann erlaubt?

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Wenn die medizinische Indikation greift, sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland auch nach der 12. Schwangerschaftswoche straffrei. Die medizinische Indikation wird dann festgestellt, wenn durch das (weitere) Austragen der Schwangerschaft körperliche oder seelische Schäden für die Frau drohen. Zwischen ärztlicher Konsultation und Einleitung des Abbruchs ist bei der Spätabtreibung eine Bedenkzeit von 3 Tagen gesetzlich vorgeschrieben.

Nicht einfach für betroffene Frauen ist es, eine wirklich eigenständige Entscheidung zu treffen. Zu viel strömt auf die Schwangere ein. Dabei spielt auch oft die Angst eine große Rolle, ob das Leben mit einem behinderten Kind auch finanziell bewältigt werden kann und wie das Umfeld auf ein behindertes Kind reagieren würde.

Auch haben die Eltern vielleicht noch gar keine rechte Vorstellung, was es bedeuten könnte, ein behindertes Kind zu haben. In der Vorstellung der Eltern war das Ungeborene bisher immer ein vollkommen gesunder Mensch; die Wahrscheinlichkeit, dass es „uns treffen kann“, hat man nicht unbedingt mit allen Konsequenzen einberechnet…

Keine Schwangere sollte sich durch eine entsprechende Diagnose dazu gedrängt fühlen, ein behindertes Kind abzutreiben, da kein anderer außer sie selbst wirklich beurteilen kann, was ein solcher Eingriff für die Frau bedeutet.

Wurde bei Ihrem ungeborenen Kind eine Behinderung diagnostiziert? Haben Sie Gesprächsbedarf und wissen nicht, wie es jetzt weitergehen soll? Gerne dürfen Sie sich an die Beratung von Pro Femina wenden!

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

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