Schwanger und (vielleicht) alleinerziehend

Schwanger und (vielleicht) alleinerziehend
zuletzt aktualisiert: 05.10.2020

Single Mom – Horrorvorstellung oder denkbare Option?

Ein Kind hat sich angekündigt, die Beziehung bröckelt oder ist bereits zerbrochen: Wie soll es jetzt weitergehen? Dieser Artikel ist für alle, die sich fragen, ob sie zukünftig als "Single Mom" durchs Leben gehen sollen.

 

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Angst, alleinerziehend zu sein

Oftmals stellt sich bei einer ungeplanten Schwangerschaft auch die Frage, wie es mit der Beziehung weitergeht. Die neue und herausfordernde Situation bringt manchmal einiges zum Vorschein, was vielleicht schon länger unausgesprochen im Raum stand.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Manchmal sagt der Vater, dass er mit dem Kind nichts zu tun haben möchte. Manchmal hält er sich bedeckt. Beides kann in einer Frau den Gedanken auslösen: „Was, wenn ich am Ende alleine mit dem Kind dastehe?"

Alleinerziehend: Wenn Du vor diesem Szenario Angst hast, ist das normal und verständlich. Eine unbekannte Aufgabe macht meistens Angst. Vor allem, wenn man befürchtet, damit alleine dazustehen.

Gleichzeitig zeigt diese Angst auch, dass man für das Kind nur das Beste will. Vielleicht ist sie sogar bereits ein zarter Ausdruck von Liebe zu diesem Kind, das sich ganz unerwartet angekündigt hat?

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Wie kann ich mit der Situation umgehen?

Eine alte Lebensweisheit besagt: "Wenn man vor etwas große Angst hat, sollte man alles dafür tun, dass es nicht eintritt – sich aber gleichzeitig darauf gefasst machen, dass es tatsächlich eintreffen könnte."

Wenn Du das Schicksal einer Alleinerziehenden vor Augen hast, kann das für Dich bedeuten: Ich versuche, dem Vater des Kindes möglichst viele und leicht begehbare Brücken zu bauen, damit er Teil unseres gemeinsamen Lebens werden kann. Ich weiß aber auch, dass ich ihn letztlich nicht dazu zwingen kann.

Durch diesen Entschluss hast Du die Chance, Deinem Schicksal nicht mehr passiv gegenüber zu stehen. Vielmehr gehst Du dadurch die Situation aktiv an. Gleichzeitig lässt Du ihm die Freiheit, die er vielleicht gerade jetzt braucht, um ohne Druck seinen Weg zu finden. Im besten Fall führt dieser direkt zu Dir und Deinem Kind.

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Erfahrungen von Single Moms

Was sagen eigentlich alleinerziehende Mütter zu ihrem Leben? Zusammengefasst: Sie sagen, es ist nicht immer leicht und manchmal sogar sehr hart. Aber immer wieder eben auch so unbeschreiblich schön, dass man dieses Leben und dieses Kind gegen nichts mehr auf der Welt eintauschen möchte.

Selbstbewusste Single Moms weisen auch gerne darauf hin, dass es nicht nur Nachteile hat, alleinerziehend zu sein. Einige ihrer Argumente haben wir hier für Dich zusammengestellt.

 

100 Prozent Liebe

Alleinerziehend zu sein bedeutet, 24/7 für seine Kinder da zu sein. Und es bedeutet auch, die wichtigste Bezugsperson für seine Kinder zu sein. Man bekommt 100 Prozent ihrer Liebe zurück. Für dieses Glück ist Mama nur selbst verantwortlich.

Viele Mamas berichten, dass sie eines spüren, wenn sich ein Kleines ganz glücklich an sie kuschelt: Der Aufwand hat sich zu 100 Prozent gelohnt.


 

EIN Team

In einer Familienkonstellation mit alleinerziehender Mama müssen alle an einem Strang ziehen. Je älter die Kinder werden, desto besser können sie auch ihren Beitrag dazu leisten. In der Zeit davor haben sie aber schon gemerkt, dass sie und ihre Mama ein gutes Team sind. Ein Großteil der Alleinerziehenden berichtet, eine ganz besonders enge Beziehung zu ihrem Kind zu haben.

 

Ausbau der „Soft Skills“

Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich – oft auch völlig Unerwartetes. Viele alleinerziehende Frauen schaffen aber eines mit der Zeit: den Alltag so routiniert gestalten, dass sie eine kleine Überraschung nicht gleich aus der Bahn wirft. Organisation und Improvisation sind die Stichwörter.

Solche sogenannten „Soft Skills“ kann man dann nicht nur im Umgang mit den Kindern gebrauchen. Sie erweisen sich auch in anderen Bereichen des Lebens als nützlich.

 

Ein echtes Netzwerk

Viele Mamas entlastet ein Gedanke: zu wissen, dass sie nicht die Einzigen sind, die sich in dieser Situation befinden.

Deswegen gibt es zum Beispiel einige Blogs, in denen alleineinziehende Mütter aus ihrem Leben erzählen. Solche Seiten bieten Raum, den mitunter chaotischen Alltag auch mal mit einem Schmunzeln zu betrachten, sich auszutauschen und sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Zum Beispiel "Gut alleinerziehend" oder "Stadt Land Mama“.

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„Ich weiß nicht, ob ich das schaffe und will“

Vielleicht hast Du bis hierhin gelesen, spürst aber trotzdem Unsicherheit, Zweifel oder Widerstand. Weil Du nicht weißt, ob Du dieser Herausforderung gewachsen bist – oder ob Du das überhaupt willst.

 

Ganz allein? Muss nicht sein!

Vorübergehend, für längere Zeit oder gar "für immer" alleinerziehend zu sein, muss und sollte nicht bedeuten, dass man als erwachsener Mensch vereinsamt. Die Pflege der Beziehung zu Freunden und Verwandten wird wichtiger. Gut, wenn es Menschen gibt, die als Helfer, Gesprächspartner und manchmal auch als Tröster zur Seite stehen.

Wenn Du ein solches Umfeld aber gerade vermisst, kann Dir eine gute Beratung helfen, Dir ein Netzwerk aufzubauen. Melde Dich also gern bei uns!

Viele Frauen finden außerdem mit der Zeit doch noch den Partner fürs Leben. Verlier also nicht den Mut!

 

Deinen Weg finden

Entscheidend wird in dieser herausfordernden Situation sein, dass Du Deinen ganz eigenen Weg findest. Du hast einzigartige Stärken und Fähigkeiten und bist dadurch gut gerüstet. Nun gilt es, herauszufinden, wie Du aus dieser Situation das Beste machen kannst.

Unterstützung bei der Suche nach Deinem Weg kannst Du zum Beispiel folgendermaßen finden:

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