Schwanger zum falschen Zeitpunkt

Schwanger zum falschen Zeitpunkt
zuletzt aktualisiert: 17.09.2020

Eigentlich war alles anders geplant…

Was tun, wenn Du unerwartet schwanger bist und dadurch Dein Lebensplan plötzlich auf dem Kopf steht? Wolltest Du eigentlich auf einen passenden Zeitpunkt für ein Kind warten?

 

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Ungeplant schwanger, und das Leben steht auf dem Kopf

Du hast vielleicht alles getan, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, weil Du im Moment ganz andere Pläne für Dein Leben hattest. Womöglich war irgendwann ein Kind geplant – aber eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt. Oder Ihr habt lange versucht, den Traum von einem eigenen Kind Wirklichkeit werden zu lassen, und es hat einfach nicht geklappt; doch gerade, als Ihr beschlossen habt, Euer Leben ohne Kinder einzurichten, ist es passiert.

Was auch immer Du Dir ursprünglich vorgenommen hattest: Vermutlich erschüttert die momentane Situation Dein Leben und stellt Vieles in Frage. Eine Schwangerschaft an sich hat immer das Potenzial, vieles im Leben auf den Kopf zu stellen. Umso mehr, wenn sie unerwartet kommt.

Vielleicht ist da auch ein Gefühl, dass Dir sagt, dass Du es an sich schaffen könntest mit diesem Kind. Doch da ist vielleicht auch dieser Gedanke: „Was, wenn ich mich einfach noch nicht bereit fühle?“ Sehr vielen Frauen geht es zu Beginn einer Schwangerschaft so – selbst, wenn diese geplant war.

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Angst, Panik, Wut – darf alles sein

Dass eine ungeplante Schwangerschaft eine Reihe negativer Emotionen auslöst, ist sehr verständlich. Viele Frauen in dieser Situation reagieren so. Manche Frauen hadern mit sich selbst: Hätte ich besser aufpassen können? Häufig ist da auch einfach eine grenzenlose Wut: Warum musste das ausgerechnet mir passieren? Und bei Frauen, die an und für sich zu einem anderen Zeitpunkt eine Schwangerschaft begrüßt hätten: Warum passiert es ausgerechnet jetzt? Schließlich hatte ich ja aus gutem Grund jetzt gerade keine Schwangerschaft eingeplant!

Vielleicht geht es Dir auch so oder so ähnlich. Gut möglich, dass Dir auch äußere Umstände wie die finanzielle Situation, die berufliche Zukunft oder der Fortgang Deiner Ausbildung große Angst und Sorgen bereiten oder Dich sogar regelrecht in Panik versetzen. Es ist in einem ersten Schritt sicher ratsam, alle diese Gefühle zuzulassen.

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Wie kann es nun weitergehen?

Sicherlich ist die momentane Situation alles andere als einfach für Dich. Du darfst Dir deshalb nun zunächst einmal Zeit einräumen, um Dich innerlich zu sortieren und abzuwägen. So kannst Du nach und nach einer Entscheidung näher kommen, die für Dich stimmig ist.

Tipp: Unter „Bis wann kann man abtreiben“ kannst Du Dir berechnen lassen, wie lange Du für Deine Entscheidung noch Zeit hast!



Gerne stehen wir Beraterinnen Dir in diesem Entscheidungsprozess als außenstehende, erfahrene Begleitung zur Seite, wenn Du das möchtest.

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Mal anders gedacht – 5 Gedanken für Dich

Folgende Gedanken können Dir dabei helfen, die momentane Situation aus einem vielleicht neuen Blickwinkel zu betrachten – Gedanken, für die „im ersten Schockmoment“ noch keine Gelegenheit war.

 

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es kann sich lohnen, diese Frage anders zu stellen: Werde ich mich dieser Herausforderung jemals zu 100 Prozent zweifelsfrei gewachsen fühlen? Gibt es insofern eigentlich wirklich ganz perfekte Umstände und einen total richtigen Zeitpunkt?

 

2. Mit den Aufgaben wachsen

Wahrscheinlich wäre jede Frau überfordert, wenn sie von jetzt auf gleich Mutter sein müsste – obwohl sie vielleicht gar keine Kinder haben wollte. Deshalb plant die Natur neun Monate ein, in denen sich nicht nur körperlich das Kind weiter entwickelt, sondern in denen eine Frau auch behutsam und im eigenen Tempo immer mehr in die bevorstehende Aufgabe hinein wachsen darf.

Die Hormone und körperlichen Vorgänge unterstützen diesen emotionalen, innerlichen Prozess. Zudem lassen Dir die Monate der Schwangerschaft genügend Zeit, um auch alles Äußere vorzubereiten: die Wohnung, die Anschaffungen, die beruflichen Veränderungen …

 

3. Deine Pläne


Womöglich hast Du das beklemmende Gefühl, durch diese ungeplante Schwangerschaft viele Deiner Träume und Pläne aufgeben zu müssen. Verständlich, dass Dir das Angst macht!

Ob es wohl Möglichkeiten gibt, wie Du viele Deiner Träume dennoch verwirklichen könntest – selbst wenn Du Dich für das Kind entscheidest?

 

4. Wie war es früher?

Hast Du schon einmal eine Situation erlebt, in der etwas ganz anders kam, als Du es geplant und erhofft hättest? Was hat Dir damals geholfen, damit umzugehen?

 

5. Wie würdest Du rückblickend entscheiden?


Manchmal kann es helfen, die Brille zu wechseln, um klarer zu sehen. Wenn Du jetzt einmal die Brille absetzt, mit der Du die Gegenwart siehst – und dann die Brille aufsetzt, mit der Du in zehn Jahren auf die jetzige Zeit zurückblicken könntest: Auf welche Entscheidung wärst Du dann stolz?

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Lesetipp für Deine Situation:

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