Überlastet und erneut schwanger

Überlastet und erneut schwanger

„Ich muss für meine anderen Kinder da sein…“

Gedanken wie: „Ich muss doch meinen Kindern eine gute Mutter sein. Wie soll ich das schaffen, wenn da noch ein weiteres Kind ist?“, kennen viele Frauen angesichts einer erneuten oder ungeplanten Schwangerschaft nur zu gut.

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du mit dieser Situation umgehen kannst.

 

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Wie entsteht die Überlastung?

Auch wenn ein Kind viele bereichernde Momente schenken kann, so ist die Versorgung und was im Alltag alles zum Mutter-Sein dazu gehört, auch anstrengend. Manch eine Mutter kann ein Lied singen von vielen Stillzeiten, unruhigen Nächten, herausfordernden Zahn-Phasen, den ersten Trotzphasen oder einiger Termine, die mit dem Kleinen wahrzunehmen sind. Da ist es kein Wunder, wenn eine Mutter auch einmal an ihre Grenzen kommt und sich ausgezehrt fühlt!

Oft fehlt im Alltag mehr konkrete Unterstützung durch den Partner oder durch andere Familienmitglieder, so dass die Mutter sich in der Erziehung ganz auf sich gestellt sieht. Gleichzeitig wird von außen Druck aufgebaut, dass „Frau“ die perfekte Mutter sein muss – und nicht nur das: Job, Heim, Kinder, Partnerschaft, eine gute Figur; alles das wird verlangt. Und dann kann ein positiver Schwangerschaftstest der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

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Konflikt eines Mutter-Herzens

Gerade, wenn Du bereits Mama bist, stehst Du nun vermutlich vor einer inneren Zerreißprobe: Einerseits schlägt in Dir das Herz einer Mutter. Du weißt, was aus dieser Schwangerschaft alles werden kann, wenn Du der Natur freien Lauf lässt. Du kennst auch die schönen Momente des Mama-Seins – die Erfüllung, die Freude, das unvergleichliche Gefühl, das eigene Kind zum ersten Mal im Arm zu halten… Und vielleicht möchte ein Teil von Dir auch dieses Kind gerne im Leben willkommen heißen.

Andererseits sorgst Du Dich offensichtlich, wie Du mit einem weiteren Baby Deinen anderen Kindern gerecht werden kannst, dabei aber die Partnerschaft nicht vernachlässigt wird und Du selbst als Frau nicht auf der Strecke bleibst.

Alle diese Gedanken und Sorgen sind richtig, wichtig – und total erlaubt! Sehr viele Frauen kennen diese widersprüchlichen Gefühle und Gedanken; die innere Zerrissenheit; diesen Kampf zwischen Herz und Verstand…

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Die erneute Schwangerschaft als Krise – oder als Chance?

Zunächst einmal fühlt sich diese Schwangerschaft daher vermutlich wie eine Krise in Deinem Leben an. Die Probleme und Sorgen scheinen auf einen Schlag viel mehr zu werden.

Doch was, wenn diese Situation gleichzeitig eine große Chance für Dich wäre – für Dich als Frau; für die Partnerschaft; und für die ganze Familie?

Gerade Mamas vergessen sich selbst ganz oft. Über der Fürsorge für Partner und Kinder und den vielen Aufgaben des Alltags bleiben Frauen, die Mütter sind, oft genug auf der Strecke… Dabei sagt man wohl nicht umsonst, dass es einem Kind vor allem dann gut geht, wenn es auch seiner Mama gut geht.

Die unerwartete Schwangerschaft könnte dadurch zu einem Wendepunkt in Deinem Leben werden. Indem Du reflektierst, wo es momentan vielleicht hakt; und genau diese Stellen angehst. Sodass am Ende vieles womöglich sogar entspannter und besser läuft als vor der Schwangerschaft.

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4 Tipps, wie Du mit der Situation umgehen könntest

 

1. Unterstützung annehmen – durch Freunde, Verwandte oder Profis

Vielen Menschen fällt es nicht leicht, um Hilfe zu bitten; es bleibt der Wunsch nach größtmöglicher Eigenständigkeit. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen es sehr entlastend sein kann, Hilfe anzunehmen. Oftmals ist das ein Geben und Nehmen: Einmal ist man selbst derjenige, der Hilfe gibt; und ein anderes Mal darf man sie annehmen.

Vielleicht könnten Eure Eltern einmal die Woche auf ihre Enkelkinder aufpassen. Oder Ihr könnt eine Haushaltshilfe oder einen Babysitter beauftragen (in einigen Fällen läuft das sogar über die Krankenkasse!). Auch eine Mutter-Kind-Kur kann helfen, um die leeren Akkus einmal gründlich wieder aufzuladen; dazu könntest Du einen Arzt des Vertrauens um einen Antrag darauf bitten!


Eigentlich könnte man es sogar als ein Zeichen von Größe werten, wenn man die momentane Überlastung anerkennt und Unterstützung zulässt.

 

2. Netzwerk aus Familien bilden


Mal ehrlich: Niemand von uns hat ein „perfektes“ Leben – auch wenn es in der Zeit sozialer Netzwerke manchmal so scheinen mag. Vermutlich geht es mancher Mama in Deinem Umfeld ganz ähnlich wie Dir und sie würde sich Entlastung wünschen.

Wo eine engere zwischenmenschliche Beziehung besteht, kann man sich vielleicht gegenseitig unterstützen. Zum Beispiel: Einmal passt die eine Mama auf die gemeinsamen Kinder auf, während die Andere einkaufen oder zum Friseur geht; und ein anderes Mal umgekehrt. Und schon ist beiden geholfen.

 

3. Deine Schwäche ist Deine Stärke!


Da wäre immer noch die Frage: Was ist mit den anderen Kindern? Dass da schon Kinder sind, kann auf den ersten Blick als Schwachpunkt angesehen werden. Doch es ist gleichzeitig auch Deine größte Stärke. Gerade als Mama bist Du schon erfahren; Du bist über die „Anfänger-Zeit“ schon hinaus; Du kennst die „Life-Hacks“ des Mama-Alltags!

Du hast vermutlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass das Mama-Sein Dich immer wieder an Deine Grenzen bringen kann; dass aber Dein Mutterherz gleichzeitig immer mit seinen Aufgaben wächst. Und niemand auf dieser Welt könnte für Deine Kinder eine bessere Mama sein als genau Du.

Im weiteren Verlauf könnten die älteren Kinder zudem zu einer großen Hilfe werden, weil die Kinder sich mehr und mehr gegenseitig zu beschäftigen und zu unterstützen wissen.

 

4. Struktur schaffen und feste Zeiten einplanen


Wie Du auch am Ende entscheidest: Um als Frau und ebenso als Paar bei Kräften zu bleiben, kann eine feste Struktur im Alltag sehr hilfreich sein.

Am Besten sollte es in jeder Woche, oder zumindest jeden Monat, fixe Zeiten geben, die reserviert sind:

  • Zeit (ein paar Stunden, ein Abend, ein Vormittag, …), die nur Dir gehört – zum Schlafen, für ein Hobby oder, um sich mit Freundinnen zu treffen.
  • Zeit nur für Deinen Partner, in der auch er neben Arbeit und Familie einen Ausgleich hat.
  • Und, besonders wichtig: Eine Date-Time. Das bedeutet Zeit, die Ihr zu zweit als Paar verbringt und einander schenkt.

So kann jeder der Partner immer wieder neu Kraft schöpfen, und die Beziehung wieder ganz neu erblühen.

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Wie soll ich das alles nun schaffen?

Vielleicht hast Du bis hierhin den Artikel gelesen und findest die Ideen eigentlich ganz gut. Aber Dir fehlt einfach die Kraft und Energie, all das nun auch umzusetzen – weil Du eben sowieso schon so vieles um die Ohren hast.

Dann kann Dich vielleicht der Gedanke entlasten: Du musst das nicht alles alleine schaffen! Gerne kannst Du Kontakt zu uns Beraterinnen aufnehmen. Deine Beraterin nimmt sich Zeit und begleitet Dich durch diese besondere Phase Deines Lebens, wenn Du das möchtest, um mit Dir gemeinsam zu überlegen, wie es für Dich gut weitergehen kann. Wir können Dich dabei auch ganz praktisch und tatkräftig unterstützen.

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