Schwangerschaftskonfliktberatung

Schwangerschaftskonfliktberatung

Hilfreiche Schwangerschaftskonfliktberatung

Eine Frau, die schwanger ist und noch nicht weiß, ob sie das Kind behalten will oder nicht, steht vor einer tiefgreifenden Entscheidung. Sie ist im „Schwangerschaftskonflikt“. Teil dieses Weges durch den Konflikt kann, neben dem obligatorischen ärztlichen Beratungsgespräch in der Schweiz, eine zusätzliche Beratung in einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle sein. 

Vielleicht bist Du gerade in einer ähnlichen Situation und fragst Dich, wie so ein Beratungsgespräch zum Thema "Schwangerschaftsabbruch: Ja oder nein?" abläuft, was dabei auf Dich zukommt und wie die rechtlichen Gegebenheiten sind.  

Auf diese Fragen findest Du hier Antworten. 

Unsere Tipps für Dich:   

 

Schwangerschaftsabbruch Beratungsgespräch: Ablauf und Inhalte

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Arzt ein persönliches und eingehendes Gespräch mit Dir führt und Dich berät. Dabei muss er Dich auch über die gesundheitlichen Risiken eines möglichen Eingriffs informieren. Darüber hinaus ist er verpflichtet, Dir einen Leitfaden auszuhändigen, der aufgelistete Vereine und Stellen enthält, die moralische und materielle Hilfe anbieten. Auch muss der Leitfaden Dich über die Möglichkeit informieren, das Kind zur Adoption freizugeben und ein Verzeichnis für kostenlose weiterführende Beratungsstellen enthalten. 

Für eine weiterführende Schwangerschaftskonfliktberatung ist es wichtig, dass Du in dem Beratungsgespräch das Gefühl hast, alle Fragen stellen zu können und alle Informationen zu bekommen, die Du brauchst, zum Beispiel bezüglich sozialer, psychologischer, finanzieller und rechtlicher Aspekte. 

Diese zusätzliche Beratung in einer Schwangerschaftsberatungsstelle ist für alle schwangeren Frauen in einer Konfliktsituation kostenlos und für schwangere Jugendliche unter 16 Jahren obligatorisch. Jugendliche müssen sich dazu an eine Beratungsstelle, die auf die Beratung von Jugendlichen spezialisiert ist, wenden.  

 

Warum ist Beratung sinnvoll?

In der Beratung sollte es darum gehen, wie es für Dich gut weitergehen kann, und zwar sowohl jetzt als auch langfristig gesehen. 

Zu einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle kannst Du alleine gehen oder mit einer Vertrauensperson – zum Beispiel dem Vater des Kindes oder einer guten Freundin. 

Die Beratung kann eine Chance sein, die Gedanken und Gefühle zu sortieren und neue Aspekte mit einzubeziehen.
 

Es sollte in diesem Gespräch genügend Raum geben, damit Du alle Deine Sorgen aussprechen und die Fragen stellen kannst, die Dich gerade bewegen. Wünschenswert wäre es, dass die Beraterin sich ausreichend Zeit nimmt – und Dir aufmerksam zuhört.  

Eine Konfliktberatung sollte auch Lösungswege erarbeiten, wie es mit Kind funktionieren könnte. Du solltest bei der Beratung dort alle Informationen bekommen, welche staatlichen und nichtstaatlichen Hilfen Dir zustehen – sowohl finanzieller als auch praktischer Art. 

Viele Beratungsstellen geben hier einen guten Überblick und haben durch ihr lokales Netzwerk auch die Möglichkeit, Dich über finanzielle Hilfen vor Ort oder in Deinem Kanton z.B. durch Stiftungen oder Vereine aufzuklären. 

Ob die Beratung vor Ort und in einem persönlichen Gespräch stattfindet oder ob (auch im Rahmen der aktuellen Coronavirus-Krise) telefonische oder online Termine für eine Schwangerschaftskonfliktberatung möglich sind, müsstest Du bei der jeweiligen Beratungsstelle abklären.  

 

Weiterführende psychologische Beratung

Oft reicht ein einzelnes Gespräch nicht aus. Manche Frauen wünschen sich bei der Frage nach einem Schwangerschaftsabbruch auch eine weitergehende psychologische Beratung und eine Beratung, in der alle Umstände mit einbezogen werden (Systemische Beratung). 

Wenn Du nach dem ersten Beratungsgespräch merkst, Du bist noch unschlüssig oder weißt einfach nicht weiter, dann empfiehlt es sich, in der Zeit des Konflikts so viel Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen, wie es Dir guttut. Viele Beratungsstellen stehen nach einer ersten Beratung auch noch für weitere Gespräche oder spezielle Beratungsangebote zur Verfügung, wenn Du Dich danach erkundigst. Zum Beispiel Partnerschaftsberatungen

Darüber hinaus hast Du jederzeit die Möglichkeit, Dich (zusätzlich) an die Pro Femina-Beratung zu wenden. Auch wir verfügen über weitreichende Unterstützungsmöglichkeiten und ein umfangreiches Netzwerk. 

Du kannst Dich in Deiner Entscheidung so lange von uns begleiten lassen, wie Du es brauchst und möchtest. Das kann hilfreich sein, wenn Du bestimmte Themen noch ausführlicher behandeln möchtest oder weitere Fragen hast.  

Um Dir bestmögliche Unterstützung zu geben, arbeiten wir zum Beispiel mit Ärzten, Therapeuten und Hebammen zusammen. Zudem können wir ehrenamtliche Helfer vermitteln, die auf unterschiedliche Weise zur Seite stehen können, zum Beispiel als Babysitter oder für weitere Hilfe im Alltag.   

 

Wie es für Dich weitergehen kann…

Vielleicht warst Du bereits bei einem Beratungsgespräch, suchst aber noch weiter nach gutem Rat oder einem offenen Ohr. Selbst nach einem guten Gespräch kann es sein, dass Dir nicht klar ist, wie Dein persönlicher Weg aussehen könnte. 

Oder Du warst bisher noch nicht in einer Beratung und bist vielleicht noch unsicher beim Gedanken an ein Gespräch und wem Du dann gegenüber sitzen würdest… 

Mit allen diesen Fragen, Sorgen und Anliegen kannst Du Dich gerne an die Beraterinnen von Pro Femina wenden. Hier ist eine Beratung auch per Telefon, E-Mail und WhatsApp möglich. Wenn Du möchtest, natürlich auch anonym. 

Wir sind gerne für Dich da!💚 

 

Du möchtest unsere digitalen Angebote nutzen?  

 

Was Dich auch interessieren könnte

 

Hat Dir dieser Artikel weitergeholfen?