Schwanger und psychisch belastet

Schwanger und psychisch belastet
Geschrieben von: Maria, Chefredakteurin · zuletzt aktualisiert: 21.07.2021

Wie soll ich das schaffen?

  • Viele Frauen kämpfen immer wieder mit psychischen Belastungen.

     
  • Durch die Schwangerschaft, die eine körperliche und emotionale Ausnahmesituation darstellt, kann die Psyche zusätzlich belastet werden – das muss aber nicht sein.
     
  • Mit angemessener Unterstützung und einem liebevollen Blick auf Dich und Deine Stärken ist es möglich, Deinen persönlichen Weg zu finden.

Tipp für Dich: ⚖️ „Abtreiben: ja oder nein?“ – zum Abtreibungstest

 

Psychisch belastet…

Womöglich lebst Du schon länger mit der Diagnose einer psychischen Erkrankung. Oder Du kommst eigentlich ohne Medikamente oder Therapie gut durch den Alltag – spürst aber trotzdem, dass Du immer wieder an der psychischen Belastungsgrenze entlang schrammst.

Und nun bist Du schwanger – verständlicherweise kommen da Sorgen und Ängste auf. Gerne möchten wir Dir hier Informationen geben, die Dir jetzt vielleicht Mut geben können. Und vielleicht auch einen kleinen Ausblick, wie Du nun mit der neuen Situation umgehen könntest.

 

Ausnahmezustand Schwangerschaft

Viele Frauen machen die Erfahrung, dass eine Schwangerschaft die persönliche Welt tief bewegt oder zunächst aus dem Gleichgewicht bringt. Sorge und Freude können sich von einer Minute zur anderen abwechseln.

Gerade für Frauen mit einer empfindsamen Psyche kann dieses emotionale Wechselbad eine besondere Herausforderung darstellen – vor allem dann, wenn die Schwangerschaft ungeplant war.

  • ✅ Tipp: Wenn Du über das, was Dich gerade bewegt, mit einer erfahrenen Beraterin ins Gespräch kommen möchtest, kannst Du den Abtreibungstest machen. Darauf bekommst Du eine persönliche Auswertung!

 

Mögliche Auswirkung auf belastete Psyche

Meistens besteht eine psychische Belastung schon vor der Schwangerschaft.

  • Sie kann sich im eigenen Empfinden zeigen: Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit oder im Gefühl, in einigen Dingen nicht gut zurecht zu kommen. 
  • Es kann sich auch um eine Diagnose handeln, die ein Arzt gestellt hat, z.B. Depressionen, Angsterkrankungen, eine Suchterkrankung, eine Borderline-Diagnose, o.Ä.

ℹ️ Wichtig: Mit einer Schwangerschaft können die Symptome verstärkt werden, weil es eine emotional und körperlich intensive Erfahrung ist. Das muss aber nicht sein. Es gibt auch Frauen, die durch die Schwangerschaft neue Kräfte mobilisieren können und deren psychischer Zustand sich verbessert.

 

Wie soll ich das schaffen?

Viele Frauen belastet die Vorstellung, sich selbst psychisch nicht stabil zu fühlen, und nun die Sorge für ein Kind anvertraut zu bekommen. Vielleicht befürchtest auch Du, durch die Schwangerschaft die vielleicht mühsam gewonnene Stabilität zu gefährden oder die Belastungsgrenze zu überschreiten.

Womöglich spielst Du mit dem Gedanken an eine Abtreibung? Viele Frauen erahnen gleichzeitig aber auch, dass das die Psyche belasten könnte.

Da kann es hilfreich sein, sich Unterstützung von außen zu suchen – durch professionelle Beratung oder durch liebe Menschen, die gerade jetzt zur Stütze werden können. Nachfolgend haben wir außerdem einige Tipps für Dich zusammengestellt, wie es nun gut für Dich weitergehen könnte.

 

Tipps für Dich

Wie kannst Du Dich der herausfordernden Situation stellen? Vielleicht helfen Dir folgende Tipps dabei:

 

1. Der liebevolle Blick auf Dich selbst

Es ist absolut verständlich, dass Du gerade noch nicht genau weißt, wie Du mit der Situation umgehen sollst. Die Umstände sind vermutlich nicht einfach. Es zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Mut, dass Du Dir deshalb Gedanken darüber machst, wie Du diese Situation bewältigen kannst.

Das ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer guten Lösung!

 

2. Gute ärztliche Begleitung

Für einen Frauenarzt ist es keine Seltenheit, dass eine Schwangere an psychischen Belastungen leidet. Du darfst ihn (oder sie) auf jeden Fall auf Deine konkreten Probleme ansprechen. Wenn Du einen besseren Draht zu Deinem Hausarzt hast, kannst Du auch ihn miteinbeziehen.

Solltest Du bereits in psychologischer Behandlung sein, wäre es hilfreich, wenn Dein zuständiger Therapeut mit Deinem Arzt in Kontakt kommt. Falls Du nicht in Behandlung bist, aber denkst, dass Dir das nun gut tun könnte, kann Dein Arzt Dich womöglich dorthin überweisen.

Besonders hilfreich ist dies im Hinblick auf eine eventuell notwendige Verschreibung bzw. Umstellung von Medikamenten: In fast allen Fällen gibt es Präparate, die in der Schwangerschaft gut vertragen werden und dem Kind nicht schaden.

Durch gute ärztliche Begleitung kannst Du die Schwangerschaft möglicherweise völlig „normal“ durchleben und bei entsprechend medizinischer Betreuung auch im Anschluss gut ins Muttersein starten.

 

3. Unterstützung im Umfeld

Vielleicht fallen Dir in Deinem Umfeld auch liebe Menschen ein, auf die Du zählen kannst. Es kann Sicherheit geben und der Seele gut tun, wenn Du Dich mit diesen vertrauten Personen einmal zusammensetzt und mit ihnen besprichst, wie es mit Kind gut gelingen könnte.

Scheu Dich nicht, ihnen gegenüber offen zu sein! Du darfst Deine Wünsche und Träume ansprechen und dabei um Unterstützung bitten. Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir auf unsere Mitmenschen angewiesen sind. Und letztlich zeugt es von menschlicher Stärke, diese Hilfe nicht nur zu geben, sondern auch anzunehmen.

 

4. Was hat Dir früher geholfen?

Du bist offensichtlich vertraut mit den Phasen im Leben, in denen es düster aussieht oder vieles einfach schwer ist. Gleichzeitig hast Du diese Phasen irgendwie gemeistert – sonst wärst Du heute wahrscheinlich nicht hier.

Du könntest nun überlegen: Was hat Dir in diesen Situationen damals Kraft gegeben? Wo konntest Du auftanken? Wie konntest Du mit der Stärke in Dir selbst wieder in Kontakt kommen? Und was davon kannst Du auch jetzt umsetzen?

 

5. Unterstützung von außerhalb

Gerne beraten wir Dich zu allem, was Dich jetzt bewegt. Wenn Du das magst, können wir dabei auch den Kontakt zu einem medizinischen Experten herstellen. Und auch bei anderen Fragen zum Thema Schwangerschaft und Abtreibung sind wir natürlich gerne für Dich da!

  • 📩 Wir Beraterinnen überlegen gerne mit Dir gemeinsam, wie Du in Deinem konkreten Fall jetzt am besten vorgehen kannst: Zum Kontaktformular!
  • 💡 Deine größte Sorge – zum Problemlösungstest mit Sofort-Auswertung

 

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