Natürliche Verhütung

Manche Frau ist enttäuscht von den künstlichen Verhütungsmitteln. Sie will nicht, dass die Pille ihren Hormonhaushalt (weiter) durcheinander bringt, hat Angst vor den Nebenwirkungen – oder sie und ihr Partner mögen Kondome nicht. Diese Frauen sind auf der Suche nach Alternativen und fragen sich: Gibt es nicht noch andere Methoden, um die Empfängnis zu regeln? Deswegen erfreuen sich auch die sogenannten natürlichen Verhütungsmethoden steigender Beliebtheit. Hier wird kein Eisprung verhindert, keine Barriere zwischen Spermium und Eizelle gebracht – der ganze Ansatz ist ein anderer.

 

Der weibliche Zyklus

Das Prinzip der natürlichen Empfängnisregelung ist die Beobachtung und Interpretation der Vorgänge, die sowieso auf natürliche Weise im Leben der Frau vorkommen. Der Zyklus besteht aus verschiedenen Phasen: In manchen Phasen kann die Frau schwanger werden – besonders nach dem Eisprung. In anderen Zeiten ist eine Empfängnis nicht möglich oder sehr unwahrscheinlich. Dieses Wissen nutzen die Methoden der Natürlichen Empfängnisregelung. Die Frau interpretiert anhand bestimmter Symptome, wo in ihrem Zyklus sie steht. Wenn sie gerade nicht schwanger werden will, hat sie an ihren fruchtbaren Tagen keinen Sex – oder benutzt zusammen mit ihrem Partner nur für diese Zeit Verhütungsmittel wie das Kondom. An ihren nicht-fruchtbaren Tagen dagegen ist der Geschlechtsverkehr ohne irgendwelche Einschränkungen oder Mittel möglich. Die Methoden der Natürlichen Empfängnisregelung eignen sich wegen ihrer beobachtenden Perspektive nicht nur dafür, gerade kein Kind zu bekommen, sondern gerade auch für solche Paare, die ein Kind planen – und deswegen wissen möchten, an welchen Tagen die Frau besonders fruchtbar ist.

 

Methoden zur Zyklusbeobachtung

Doch wie lässt sich herausfinden, welche Tage fruchtbar sind – und welche gerade nicht? Hier gibt es verschiedene Methoden und Systeme. Diese haben ihre eigenen Regeln und ihre Herangehensweisen – und jeweils eigene Möglichkeiten, sie zu lernen. Aber die allermeisten basieren auf zwei Kern-Symptomen im Zyklus der Frau: der Beschaffenheit des Zervix-Schleims (Schleim im Gebärmutterhals) oder der morgendlichen Basal-Temperatur. Denn diese Werte zeigen mit einer gewissen Genauigkeit an, an welchem Zeitpunk in ihrem Zyklus sich die Frau befindet. Steigt die Körpertemperatur plötzlich und entschieden an, ist das ein Zeichen für den Eisprung – genauso wie die gute Dehnbarkeit des Zervixschleims. Wenn man diese Werte täglich beobachtet oder sie sogar kombiniert, ergeben sich sehr genaue Aussagen über den Zyklus der Frau – und damit auch genaue Aussagen über die Frage, ob man gerade Sex haben „darf“ oder nicht.

Weitere Informationen:

 

Wie sicher ist natürliche Verhütung?

Der Pearl-Index liegt bei einer richtig angewendeten Zyklusbeobachtung wie oben beschrieben bei deutlich unter 1, und ist somit sehr zuverlässig: Von 100 Frauen, die Methoden zur Zyklusbeobachtung richtig anwenden, wird statistisch gesehen weniger als eine Frau schwanger. Somit zählen solche Methoden zu den sichersten Wegen, die Empfägnis zu regeln.

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