Abtreibung unter 18: Gesetzeslage

Abtreibung unter 18: Gesetzeslage

Abtreibung ohne Wissen der Eltern

Eine minderjährige Schwangere kann nicht ohne weiteres ohne Wissen der Eltern abtreiben. Grund: es muss sichergestellt sein, dass der Schwangeren die Tragweite einer Entscheidung für oder gegen ein Kind bewusst ist. Eine Ausnahme darf der Arzt nur dann machen, wenn er bei der minderjährigen Schwangeren den nötigen „Reifegrad“ voraussetzt, damit sie überblickt, was für unwiderrufliche Konsequenzen eine Abtreibung hat. Einige Ärzte lehnen es allerdings ab, solche Ausnahmen zu machen.

Wenn die eigenen Eltern gegen das Kind sind

Junge Schwangere fürchten vielleicht, dass die eigenen Eltern gegen das Kind sind und eine Abtreibung befürworten könnten. Das kann für die eigene Entscheidung Ja oder Nein verunsichernd wirken. Auch in diesem Fall sollte sich die Schwangere an eine Beratungsstelle wenden. Eine gute Beraterin kann auch dabei helfen, den Eltern die Nachricht beizubringen und mit ihnen gemeinsam einen Plan für die junge Mutter mit ihrem Kind zu entwickeln.

In keinem Fall können die Eltern ihre minderjährige Tochter zu einer Abtreibung zwingen. Sie haben kein Recht, ihre Tochter unter Druck zu setzen, z.B. indem sie ihr mit dem Rauswurf drohen, falls sie sich für das Kind entscheiden sollte.

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Schwangerschaftskonfliktberatung: 0 8000 60 67 67 (Deutschland).

Kostenlose Pro Femina – Hotline für Österreich und die Schweiz: 00 8000 60 67 67 0 .

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