Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit
zuletzt aktualisiert: 19.10.2020

7 Tipps gegen Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Du bist schwanger und kämpfst mit schlimmer Übelkeit? Vielleicht fragst Du Dich: „Ist das normal? Warum ist das so? Und vor allem: Was kann ich dagegen tun?

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Schwangerschaftsübelkeit – geht wieder vorbei

Das Wichtigste zuerst: Bei den meisten Frauen dauern Übelkeit und Erbrechen nur etwa bis zur 12. SSW an!

Es kann ungemein anstrengend sein, ständig mit der Übelkeit kämpfen zu müssen. Vielleicht bist Du überfordert mit der ganzen Situation – wahrscheinlich hattest Du Dir das alles anders vorgestellt. Da kann es ein tröstlich sein, zu wissen, dass dieser Zustand nicht die ganze Schwangerschaft über andauern wird!

  • Dir ist übel und denkst über eine Abtreibung nach? – hier gehts zum Abtreibungstest! Darauf erhältst Du eine persönliche Rückmeldung aus unserem Beratungsteam.

 

Wann tritt Schwangerschaftsübelkeit auf?

In der Regel beginnt die Schwangerschaftsübelkeit zwischen der vierten bis siebten Schwangerschaftswoche (SSW). Bei vielen Frauen nehmen die Beschwerden bis zur neunten Woche zu, und verschwinden dann langsam bis zur 12. SSW vollständig. Nur sehr selten kommt es vor, dass eine Frau unter länger andauernder Übelkeit leidet.

Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen kann zu jeder Tageszeit auftreten. Manche Frauen empfinden sie am Morgen als besonders schlimm.

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7 Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Wir haben aus der Pro Femina-Beratungserfahrung heraus 7 Tipps für Dich zusammengestellt, wie Du mit der Schwangerschaftsübelkeit umgehen kannst. Du kannst einfach ausprobieren, was Dir weiterhilft.

Womöglich tut es Dir auch gut, mit einer von uns Beraterinnen über Deine konkrete Situation zu sprechen, und gemeinsam auf Dich zugeschnittene Hilfe zu suchen? Gerne kannst Du Dich an uns wenden!

 

1. Kleine Mahlzeiten

Um die Schwangerschaftsübelkeit zu lindern, hilft es Dir vielleicht, immer wieder kleinere Mahlzeiten zu Dir zu nehmen. Dadurch bleiben Dein Kreislauf und Blutzuckerspiegel stabil.

Konkret:

  • fünf kleine Mahlzeiten statt drei große
  • kleine Cracker, wenn Du spürst, dass die Übelkeit kommt

 

2. Frühstück im Bett

Um Deinen Magen schon vor dem Aufstehen etwas zu beruhigen kann es hilfreich sein, noch im Bett eine Kleinigkeit zu essen.

Konkret:

  • Eine Thermoskanne mit Kräutertee auf dem Nachttisch bereitstellen
  • Kekse oder Salzstangen neben dem Bett aufbewahren
  • Nach dem Snack ohne Hast aufstehen (auch schnelle Bewegungen können die Übelkeit verstärken!)

 

3. Reiz-Lebensmittel und Gerüche meiden

Für viele Frauen sind stark angebratene, fettige oder intensiv gewürzte Lebensmittel ein Auslöser für Übelkeit. Du hast vielleicht auch schon herausgefunden, welches Essen bei Dir Übelkeit auslöst oder verschlimmert. Es ist ratsam, diese Lebensmittel wegzulassen und Dich auch von den Gerüchen möglichst fernzuhalten.

Konkret: Du kannst manche Gerüche nicht vermeiden? Ein Riechfläschchen mit einem erfrischenden Duft kann helfen (z.B. Zitrone oder Ingwer)!

 

4. Hausmittel: Ingwertee

Ingwer kann den Magen beruhigen und der Übelkeit entgegenwirken; auch in der Schwangerschaft. Je nach Geschmack kannst Du ihn in ganz unterschiedlichen Formen zu Dir nehmen.

Konkret:

  • Ingwertee selbstgemacht: Einfach frischen Ingwer in Stücke schneiden und mit kochendem Wasser aufgießen
  • In der Apotheke oder Drogerie findest Du auch fertige Tees oder andere Ingwer-Produkte (z.B. kandierter Ingwer)

 

5. Entspannung

Faktoren wie Stress und Anspannung können die Übelkeit verschlimmern. Es ist also ratsam, Dir und Deinem Körper ein bisschen Ruhe zu gönnen. Es ist erschöpfend, ständig diese Beschwerden zu ertragen, deshalb: Nimm Dir wirklich Zeit für Dich!

Konkret:

  • Bewegung und frische Luft entspannen Körper und Geist: Spaziergang in der Natur
  • Wenn möglich: Mittagsschlaf, ansonsten: möglichst früh ins Bett

 

6. Vitamine

Auch Vitaminpräparate können der Übelkeit entgegenwirken. Vor allem Vitamin B6 ist bei Übelkeit nachweislich wirksam.

Konkret:

 

7. Schonende Medikamente

Sind Deine Beschwerden sehr stark, und auch Hausmittel helfen nicht? Es gibt gute Möglichkeiten und schonende Medikamente, die bei Übelkeit helfen.

Konkret:

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Warum ist mir in der Schwangerschaft übel?

Zu Beginn der Schwangerschaft steigt die Produktion des Schwangerschaftshormons ß-hCG. Durch diese hormonellen Veränderungen können Schwangerschaftsbeschwerden entstehen. Auch psychische und erbliche Gründe können Übelkeit und Erbrechen beeinflussen.

Obwohl die Übelkeit während der Schwangerschaft körperlich und psychisch strapazierend ist, ist sie bis zu einem gewissen (Intensitäts-)Grad also normal.

  • Fakt: 90 Prozent aller schwangeren Frauen leiden an Schwangerschaftsübelkeit. Die Hälfte davon leidet an Übelkeit und Erbrechen, rund ein Viertel nur an Übelkeit.

Sobald sich der Hormonspiegel wieder einpendelt, legen sich auch die Beschwerden in der Regel.

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Muss ich die Übelkeit aushalten?

Es ist ratsam, dass Du, wenn möglich, etwas gegen Deine Schwangerschaftsübelkeit unternimmst. Oft werden die belastenden Beschwerden von Außenstehenden unterschätzt. Doch viele Frauen fühlen sich durch die Übelkeit müde und abgeschlagen. Das ständige Unwohlsein kann zudem die Psyche belasten.

Gerade wenn Du noch nicht weißt, ob Du das Kind behalten möchtest oder nicht, kann dieser Zustand eine freie Entscheidung erschweren. Daher empfiehlt es sich, dass Du der Übelkeit so gut wie möglich entgegenwirkst – um nicht aus der Erschöpfung heraus diese große Entscheidung treffen zu müssen. Gewiss können Dir unsere Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft weiterhelfen.

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Wenn die Übelkeit nicht nachlässt

In sehr seltenen Fällen gibt es einen schwereren Verlauf der Schwangerschaftsübelkeit. Man nennt diese Erkrankung „Hyperemesis gravidarum“ (unstillbares Erbrechen der schwangeren Frau). Laut Embryotox, einem Institut der Charitè, leiden ungefähr 0,2-2% aller Schwangeren daran.

Dabei verschlimmern sich die Beschwerden so weit, dass der Allgemeinzustand der Frau beeinträchtigt ist. Sie kann kaum oder keine flüssige und feste Nahrung mehr bei sich behalten. Deshalb sind auch Gewichtsverlust und Dehydration Anzeichen für diese Erkrankung.

Die genauen Ursachen für die Hyperemesis gravidarum sind unklar. Meist tritt sie in der Frühschwangerschaft auf, zwischen der 4. und 9. Schwangerschaftswoche. Selten zieht sich die schwere Übelkeit mit Erbrechen auch bis ins dritte Trimester. Falls Du vermutest, unter dieser schweren Form der Übelkeit zu leiden, ist es ratsam, Rat bei Deinem Arzt einzuholen.

  • Vielleicht ist die Übelkeit so schlimm, dass Du über eine Abtreibung nachdenkst. Gerne sind wir trotz der zermürbenden Übelkeit an Deiner Seite! Über unseren kostenlosen Abtreibungstest kannst Du schnell und einfach Kontakt zu uns aufnehmen.

  • Du kämpfst mit starkem Erbrechen, Gewichtsverlust und Dehydration und machst Dir Sorgen? Du bist Dir nicht sicher, ob Du an der regulären Schwangerschaftsübelkeit leidest, oder an der Hyeremesis Gravidarum? Wir Beraterinnen sind gerne für Dich da – als Ansprechpartnerinnen mit einem offenen Ohr!


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