Trisomie 21 („Down-Syndrom“)

Trisomie 21 („Down-Syndrom“)

Eine der häufigsten Vermutungen oder auch Diagnosen bei vorgeburtlichen Untersuchungen lautet „Trisomie 21“ oder „Down-Syndrom“. Diese Behinderung wurde 1866 von einem englischen Arzt namens Langdon-Down erstmals eindeutig beschrieben. Er wurde darum auch zum Namensgeber des Syndroms. Bei dieser Chromosomenstörung liegt das 21. Chromosom dreifach vor.

Trisomie 21 kommt etwa einmal unter 800 Kindern vor und kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Auslöser für Trisomie 21 sind bisher unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit steigt zwar bei Frauen höheren Alters, mehr als die Hälfte der Mütter von Kindern mit Trisomie 21 sind jedoch jünger als 30 Jahre.

Kinder mit Trisomie 21 gelten als sehr fröhliche und sonnige Menschen. Sie benötigen unterschiedlich viel Förderung und medizinische Betreuung. Häufig, jedoch nicht bei allen Betroffenen, treten mehr oder weniger schwere Herzfehler auf. Darmprobleme sowie eine erhöhte Anfälligkeit der Atemwege und Gehörgänge für Erkältungen gehören oft ebenfalls zum Leben der Kinder. Die Motorik entwickelt sich aufgrund einer Muskelschwäche in aller Regel verzögert. Gleiches gilt für die kognitive Entwicklung. Immer mehr Menschen mit Down-Syndrom erwerben einen normalen Schulabschluss. Ein Spanier schaffte mit dieser Behinderung sogar einen Hochschulabschluss. Mit den derzeitigen medizinischen Möglichkeiten ist die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom in der letzten Zeit deutlich gestiegen Sie erreichen ein durchschnittliches Lebensalter von 50 bis 60 Jahren.

Erwachsene Menschen mit Down Syndrom sind anders als die meisten anderen Menschen, können aber einen selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft einnehmen, wie Matthias Anderle:

„Seit zwölf Jahren arbeitet Matthias Anderle (31) in der Bäckerei seines Heimatdorfes. Dem Mann mit dem Downsyndrom gelang es, sich selbst einen Ausbildungsplatz zu besorgen, die Gesellenprüfung zu bestehen und von seinem Chef übernommen zu werden.“

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