Fruchtwasser-Untersuchung

Fruchtwasser-Untersuchung

Bei der Fruchtwasser-Untersuchung (auch Amniozentese genannt) wird Fruchtwasser zur genetischen Untersuchung des ungeborenen Kindes gewonnen. Dies ist am besten zwischen der 14. und 16. SSW möglich.

Dazu geht der Arzt mit einer sehr dünnen Nadel durch die Bauchdecke in die Fruchthöhle und entnimmt Fruchtwasser. Darin schwimmen kindliche Zellen, die im Labor kultiviert werden. Damit das Kind durch die eindringende Nadel nicht verletzt wird, wird die Untersuchung unter Ultraschall beobachtet.

Mit einem Ergebnis kann man nach 10 bis 12 Tagen rechnen:

  • Durch die Amniozentese können Chromosomenstörungen und Erbkrankheiten mit sehr hoher Sicherheit diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Es ist hingegen nicht möglich anzugeben, wie ausgeprägt die Krankheit im einzelnen Fall ist.
  • Die meisten Fehlbildungen des Gehirnes und Rückenmarks können ebenfalls festgestellt werden. Dazu wird bei dieser Untersuchung zusätzlich die Konzentration des Proteins „AFP“ im Fruchtwasser bestimmt.

Die möglichen Komplikationen sind, ähnlich wie die bei der Chorionzottenbiopsie, Blutungen, Fruchtwasserabgang und Infektionen. Das Fehlgeburtsrisiko beträgt 0,5 bis 1 Prozent (5 bis 10 von 1000 Punktionen).