Pränataldiagnostik (PND)

Spina bifida (Offener Rücken)

Bei dem so genannten „offenen Rücken“ handelt es sich um einen Spalt im unteren Bereich der Wirbelsäule. Er kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei manchen Menschen ist er gar nicht sichtbar („Spina bifida occulta“ - verborgene Wirbelsäulenspaltung). Der Spalt wird meist nur zufällig, z.B. bei Röntgenaufnahmen, bemerkt. Die offene Wirbelsäulenspaltung („Spina bifida aperta“) ist jedoch deutlich zu sehen. Unter Umständen tritt sogar das Rückenmark zu Tage.

Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich und reichen von Querschnittlähmung bis zu ganz geringfügigen körperlichen Beeinträchtigungen. Die Spalte in der Wirbelsäule kann operativ geschlossen werden. Diese Operation sollte unmittelbar nach der Geburt durchgeführt werden, um ein Eindringen von Keimen zu verhindern. In Spezialkliniken kann ein offener Rücken bereits im Mutterleib operiert werden. Dieser Eingriff ist nicht ohne Risiko. Er kann jedoch eine spätere Lähmung verhindern. Spina bifida ist nahezu die einzige vorgeburtliche Diagnose, die in bestimmten Fällen bereits im Mutterleib behandelt werden kann.

Mit der Spina bifida geht häufig ein Hydrocephalus („Wasserkopf“) einher. In diesem Fall muss das Hirnwasser operativ abgelassen werden. Die kognitive Entwicklung des Kindes ist in der Regel nicht beeinträchtigt.

Hier erzählt eine 17-jährige mit Spina bifida und Hydrocephalus davon, wie ihre Eltern die Diagnose bekommen haben und von ihrer Geburt: