Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Tipp für Dich: ⚖️ „Soll ich abtreiben: ja oder nein?“ – zum Abtreibungstest 

 

Bis wann kann ich abtreiben?

In Österreich ist eine Abtreibung im Normalfall innerhalb der ersten drei Monate einer Schwangerschaft möglich. Gerechnet ab der Befruchtung entspricht dies der 14. Schwangerschaftswoche (SSW), gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung der 16. SSW.

Ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch mit einer Abtreibungspille ist jedoch nur bis zur 9. SSW (nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung) möglich - danach nur noch die chirurgischen Methoden.

 

Wie funktioniert eine Abtreibung?

Es gibt drei verschiedene Abtreibungsmethoden: 

  • Absaugung: chirurgische Operation unter Narkose. Bei der Absaugmethode wird der Embryo mit Hilfe eines Saugwerkzeugs aus der Gebärmutter gesaugt.
     
  • Ausschabung: chirurgische Operation unter Narkose. Bei der Ausschabung wird der Embryo operativ aus der Gebärmutter herausgeschabt.
     
  • Abtreibung mit Tabletten: medikamentöser Schwangerschaftsabbruch durch Pillen-Einnahme. Die Abtreibungspille wird von der schwangeren Frau unter ärztlicher Aufsicht eingenommen; der Embryo wird später ausgestoßen.

Infos zu den 10 wichtigsten Schritten beim Ablauf einer Abtreibung und wie genau die Methoden im Vergleich funktionieren, findest Du im Artikel „Abtreibungsmethoden“.  Unter „Abtreibung – welche Narkose?“ kannst Du mehr über die verschiedenen Narkosearten herausfinden.

 

Abtreiben: ja oder nein? Pro & Contra

Viele schwangere Frauen wissen nicht genau, was sie machen sollen, wenn sie sich die Frage stellen: „Abtreiben – ja oder nein?“ Sie sind im Schwangerschaftskonflikt. Das bedeutet: Sie sind hin- und hergerissen zwischen den Argumenten für und gegen eine Abtreibung. 

Wie kannst Du in dieser Situation zu einer tragfähigen Lösung kommen?

  • 🕰 Es ist vor allem ratsam, sich genug Zeit zu nehmen für diese Entscheidung.
  • 12 Tipps für eine gute Entscheidungsfindung 
  • 📋 Was auch helfen kann: Eine Pro- und Contra-Liste schreiben, um die Argumente abzuwägen. 
  • ❤️ Viele schwangere Frauen berichten auch, dass es für sie wichtig war, eine Entscheidung zu suchen, mit der sowohl Verstand als auch Herz einverstanden sind. 
  • ⚖️ Eine gute Entscheidungshilfe findest Du im Abtreibungstest! 

 

Welche Risiken gibt es bei einer Abtreibung?

Nach einem Schwangerschaftsabbruch kann es sowohl zu körperlichen als auch zu psychischen / seelischen Komplikationen kommen.

Abtreibungen mit der Absaugmethode oder per Ausschabung sind Operationen mit vergleichsweise geringen, aber doch vorhandenen Risiken:

  • Schleimhaut, Muttermund und Gebärmutter können durch die Instrumente verletzt werden, was bei späteren Schwangerschaften das Fehlgeburtsrisiko erhöhen kann.
  • Durch die Narkose kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Komplikationen bestehen. 

Bei der medikamentösen Abtreibung kann es auch nach der Abstoßung des Embryos zu weiteren Blutungen und Unterleibsschmerzen kommen. 

Von den körperlichen Folgen abgesehen besteht bei manchen Frauen auch das Risiko psychischer Beeinträchtigung. Manche Frauen erleben nach einer Abtreibung zunächst ein Gefühl der Erleichterung. Andere beschreiben ihre Gefühle aber auch als Trauer oder Schmerz – entweder gleich danach oder nach längerer Zeit. 

 

Wann ist eine Spätabtreibung erlaubt und wie funktioniert sie?

Eine Spätabtreibung nach der üblichen Frist (16.SSW) ist nur nach bestimmten Gründen (Indikationen) erlaubt.

Zum Beispiel, wenn nach Einschätzung der Ärzte mit der Fortführung der Schwangerschaft eine ernste Gefahr für die Frau besteht. Oder eine schwere Behinderung des Kindes wahrscheinlich ist. Unter diesen Umständen ist dann eine Abtreibung prinzipiell bis zur Geburt möglich.

Wie läuft eine Spätabtreibung ab? Wenn der Fötus außerhalb der Gebärmutter noch nicht lebensfähig ist, wird eine Geburt eingeleitet. Durch den Geburtsvorgang stirbt der Fötus dann. Ist er prinzipiell auch außerhalb lebensfähig, erhält er im Mutterleib eine Injektion mit Kaliumchlorid, die zum Herzstillstand führt. Danach wird eine Geburt eingeleitet. 

 

Was sind die häufigsten Gründe für eine Abtreibung?

Die Gründe, warum eine schwangere Frau über eine Abtreibung nachdenkt, sind so individuell wie die Situation der Frau selbst.

Trotzdem finden sich die meisten Frauen in einer der folgenden vier Situationen wieder, die sie an eine Abtreibung denken lassen:

  1. „Er will das Kind nicht“ – viele schwangere Frauen geben an, dass sie an eine Abtreibung denken, weil ihr Freund oder Mann sich gegen das Kind ausspricht. Er will es nicht? Dies sind unsere Infos und Tipps für Dich.
     
  2. „Brüchige Beziehung zum Vater“ – die Beziehung ist noch sehr frisch, unglücklich, nur etwas Lockeres oder das Kind stammt aus einer Affäre. Die Beziehung ist instabil? Dies sind unsere Infos und Tipps für Dich.
     
  3. „Ich muss für meine anderen Kinder da sein.“ Viele schwangere Frauen denken auch eine Abtreibung, weil sie bereits Mutter sind – und für ihre schon geborenen Kinder da sein wollen. Bereits Mutter und schon überlastet? Dies sind unsere Infos und Tipps für Dich.
     
  4. „Eigentlich war das alles anders geplant“ – Manche schwangere Frau denkt auch über eine Abtreibung nach, weil sie ihr Leben gerne nach festen Plänen leben will; und diese Schwangerschaft hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bist Du auch schwanger zum falschen Zeitpunkt? Dies sind unsere Infos und Tipps für Dich.

Lies mehr über die 4 häufigsten Gründe, warum Frauen über eine Abtreibung nachdenken!

 

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